Sauberer Schulbetrieb liegt ihnen am Herzen

Von: Elisa Zander
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Sind ein gutes Team: Die Hausm
Sind ein gutes Team: Die Hausmeister Ludwig Lüth (v.l.), Matthias Kalz sowie die Reinigungskräfte Hubertine Rongen, Peter Rongen und Irmgard Göbbels. Foto: E. Zander

Würselen. Sie kommen dann, wenn die Schüler den Weg nach Hause antreten. Sie wirken im Hintergrund, doch sie tragen einen wesentlichen Teil zum positiven Erscheinungsbild der städtischen Realschule Würselen bei, die in diesem Jahr 50-Jähriges feiert.

Die Rede ist vom Reinigungsteam, das seit Jahrzehnten in Stammbesetzung arbeitet. Sie bringen Klassen- und Fachräume in Ordnung, halten das Treppenhaus sauber und sorgen dafür, dass es an den gemeinschaftlichen Räumen wie in der Aula stets sauber ist.

Hubertine Rongen ist seit über 40 Jahren im Team - und denkt noch lange nicht ans Aufhören: „So lange ich gesund bin, bleibe ich hier.” Wie ihr Mann Peter Rongen, der das Team seit elf Jahren unterstützt und Irmgard Göbbels, mit der das derzeitige Reinigungs-Trio komplett ist, und die auch schon 15 Jahre das Gebäude in Ordnung hält, fühlt sie sich mit der Schule verbunden. „Es herrscht ein gutes Arbeitsklima, wir kommen mit viel Freude zur Schule”, sagt Irmgard Göbbels. „Das ist beispielhaft”, freut sich Schulleiter Lorenz Hellmann, der weiß, dass die Arbeit der Reinigungskräfte nicht immer einfach ist.

Insbesondere der häufige Wechsel der beauftragten Firmen hat seine Spuren hinterlassen. Zwar wurden die Angestellten vor Ort immer übernommen. „Und sie scheinen auch mit unserer Arbeit zufrieden zu sein”, zieht Hubertine Rongen den Schluss. Aber mit jedem Wechsel der Firma wurde auch die Arbeitszeit zurückgeschraubt. Mittlerweile bleibt dem Team nichts anderes übrig, als die Fachräume, wie etwa den Werkraum nur einmal wöchentlich zu reinigen, das Treppenhaus wird jeden zweiten Tag geputzt.

„Mit Geld nicht zu bezahlen”

Doch alle drei sind guter Dinge; sie machen ihren Job gerne und arbeiten auch mal über die reguläre Arbeitszeit hinaus, wie Lorenz Hellmann erzählt. „Das ist ganz toll und mit Geld nicht zu bezahlen.” Ein Lob, das vor allem Hubertine Rongen strahlen lässt.

Solch ein Strahlen breitet sich auch auf dem Gesicht von Ludwig Lüth, er bildet gemeinsam mit Matthias Kalz das Hausmeister-Duo, wenn er an seinen 50. Geburtstag zurück denkt. Zu diesem Ehrentag hatte sich ein Teil der Schüler in der Aula versammelt, um ihm ein Ständchen zu bringen. „Das war wirklich toll”, freut er sich noch heute über die gelungene Überraschung.

Seit 19 Jahren repariert er alles in und um die Schulgebäude, wechselt Glühbirnen aus, reinigt verstopfte Toiletten und trennt den Müll. Auch er liebt - wie alle anderen aus dem Team - seine Arbeit und schätzt den Kontakt zu den Jugendlichen. „Wenn man 800 Kinder hat, bleibt man jung.” Er hat ein kumpelhaftes Verhältnis zu den Schülern, die Vertrauensbasis ist hoch. Wie wichtig das ist, hat auch Matthias Kalz bereits gelernt. Seit einigen Monaten unterstützt er als zweiter Hausmeister das Team. „Wenn man den Jugendlichen Vertrauen entgegenbringt, dann bekommt man das auch zurück.”

An allen Ecken und Enden der Schulen finden sich Erinnerungen. Etwa das bunte Gemälde in der Schulaula. „Daran hat auch meine Tochter mit gemalt”, erzählt Ludwig Lüth. Oder auch die Grillhütte, einer der Lieblingsorte auf dem Gelände der beiden Hausmeister. Das Holzkonstrukt hatte Lüth mit Eltern und Lehrern gebaut. Mittlerweile wird sie zusätzlich zum normalen Schulbetrieb etwa 40-mal im Jahr vermietet.

Als die Schulglocke läutet, sieht Hubertine Rongen auf. „Wir müssen jetzt anfangen”, sagt sie mit Blick auf die Uhr und macht sich mit Irmgard Göbbels und Peter Rongen daran, den täglichen Reinigungszyklus anzugehen. Die fünf Menschen hinter den Kulissen gehen in ihrem Job auf und werden den nicht so schnell an den Nagel hängen. Die Alternative wäre für Peter Rongen nicht erstrebenswert. „Ich will nicht zu Hause vor dem Fernseher sitzen”, betont der 76-Jährige. „Wer rastet, der rostet.”
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