Sanierung von Gebäuden: Appetit der „Energiefresser” zügeln

Von: Daniel Gerhards
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Durch Energieeffizienz fit für die Zukunft: Michael Stephan (l.), Geschäftsführer von „altbau plus”, und Baesweilers Erster Beigeordneter Peter Strauch laden zum Infoabend ein. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Ein altes Haus zu sanieren kann sich lohnen. Doch gibt es viele Dinge, auf die man achten sollte, bevor man mit den Arbeiten beginnt. Um „Altbausanierung” geht es am morgigen Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung des Vereins „altbau plus” in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der Stadt Baesweiler.

Zunächst wird es zwei Vorträge geben: Energieberater Gerhard Weiß (Verbraucherzentrale) wird sich dem technischen Aspekt des Sanierens widmen. Sabine Fenchel („altbau plus”) wird über Förderprogrammen referieren.

Im Anschluss stehen auch Experten aus Handwerk und Planung für Fragen zur Verfügung. Diese beiden Bereiche sind für Michael Stephan, Geschäftsführer von „altbau plus”, von entscheidender Bedeutung. Es sei wichtig, dass man sich vor der Sanierung ein Gesamtkonzept für den Umbau zurechtlege.

„Das sollte man auch dann machen, wenn man zunächst nur eine einzelne Baumaßnahme anpacken will. Wenn man das Dach erneuert, sollte man darauf achten, dass der Dachüberstand groß genug ist. Sonst wird es teuer, wenn man irgendwann mal die Fassade neu dämmen möchte.”

Dabei sollte man nicht auf öffentliche Förderung verzichten. „Ziel ist es, die Zeit der Amortisierung so gering wie möglich zu halten”, erklärt Stephan. Durch geschickte Inanspruchnahme der Fördermittel könne es beispielsweise gelingen, dass sich Modernisierungsmaßnahmen bereits nach zwölf Jahren wirtschaftlich bezahlt machen.

Mehr als vorgeschrieben

Um eine Förderung zu bekommen, müsse meist etwas mehr für die Energieeffizienz getan werden, als gesetzliche vorgeschrieben sei. Und das sei durchaus sinnvoll, erklärt Stephan. „Mit so einer Sanierungsmaßnahme ist man für die kommenden 25 bis 30 Jahre festgelegt.”

Wer besser dämmt, effizienter heizt und sein Haus dichter abschließt, sorgt damit für die Zukunft vor. „Die Energiepreise werden in Zukunft noch stärker ansteigen als in den vergangenen zehn Jahren.” Die Kosten für Energie stiegen in den vergangenen Jahren im Schnitt bereits um sechs Prozent jährlich.

Peter Strauch, Erster und Technischer Beigeordneter Baesweilers, begrüßt die Aufklärungsarbeit in Sachen Altbausanierung sehr. „Wir haben in Baesweiler viele Bergbausiedlungen, die energetisch auf einem Einfachstandard gebaut wurden. Auf der anderen Seite haben wir viele Neubaugebiete.

Da kann man davon ausgehen, dass mehr Wert auf Energieeffizienz gelegt wurde.” Allerdings habe es in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung gegeben: „Ein Haus, das vor zehn Jahren gebaut wurde, ist gegenüber heutigen Standards um Lichtjahre zurück”, sagt Strauch.

Daher geht Stephan davon aus, dass 75 bis 80 Prozent der Häuser in Baesweiler über 25 Jahre alt und damit aus energetischer Sicht sanierungsbedürftig sind. Die Stadtverwaltung ist in Baesweiler mit gutem Beispiel vorangegangen. Die städtischen Gebäude wurden allesamt katalogisiert. Mit und mit werden nun die größten „Energiefresser” saniert. Das ist mit dem Gymnasium oder der Turnhalle am Weiher bereits geschehen.

Der Verein „altbau plus” ist zum dritten Mal mit einem Infoabend in Baesweiler zu Gast. „Es gibt viele junge Familien, die ein altes Haus kaufen und sich erstmals mit dem Thema auseinandersetzen”, sagt Stephan. Und erst dann, wenn größere Reparaturen anstehen machen sich viele Hauseigentümer Gedanken über energetische Sanierung.

Am morgigen Donnerstag beginnt der Infoabend um 18.15 im Baesweiler Rathaus an der Marieastraße. Anmeldung unter der Telefonnummer 0241/413880.
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