Sanierung des Baesweiler Hallenbads ist finanziert

Von: Karl Stüber
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Im nächsten Jahr geht es los: Das in die Jahre gekommene Hallenbad in Baesweiler wird mit Millionenaufwand grundlegend saniert. Mit dann optimierter Energietechnik dürften die Betriebskosten günstiger ausfallen. Foto: Karl Stüber
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Die Arbeit hat sich gelohnt: Bürgermeister Dr. Willi Linkens freut sich über Fördergelder. Foto: Bea Oprée

Baesweiler. Die Verantwortlichen der Stadt Baesweiler hatten jetzt allen Grund, angesichts wichtiger Förderbescheide die Sektkorken knallen zu lassen. Allerdings liegt mit Blick auf das ausgeprägte Kostenbewusstsein der Handelnden die Vermutung nahe, dass es doch nur Kronkorken waren, die mit lautem Plopp von Bierflaschen entfernt wurden. Auf Anfrage unserer Zeitung konkretisierte die Verwaltung, was genau mit den zugesagten Geldern konkret ermöglicht wird.

Über mehrere Jahre verteilt erhält die nördlichste Kommune der Städteregion im Rahmen des Förderprogramms Stadterneuerung einen Gesamtbetrag in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro. „Nach der Förderung für den Bereich Am Feuerwehrturm, wo ein Discounter und ein Vollsortimenter mit sehr schönen und begehrten Wohnungen auf dem Dach angesiedelt wurden, und dem Herrichten des Volksparks können wir nun das Baesweiler Zentrum im Zuge des Integrierten Handlungskonzepts (IHK) weiter stärken“, sagte Linkens.

Rund 3,65 Millionen Euro fließen in die grundlegende Sanierung und die energetische Aufwertung des Hallenbades an der Parkstraße. Dabei wollen die Planer das Problem mit dem gut einen Kilometer entfernten sanierungsbedürftigen Lehrschwimmbecken Grengracht gleich mit lösen.

Laut Technischer Dezernentin Iris Tomczak-Pestel soll eine dem Lehrschwimmbecken entsprechende (Ersatz-)Wasserfläche zusätzlich am Hallenbad angelegt werden – in einem Anbau. Auf Basis des Förderbescheides werde ein erstes Konzept am 3. November in der Sitzung des Bauausschusses vorgestellt werden. „Natürlich werden wir hierzu auch zu einer Bürgerversammlung einladen“, sicherte Linkens zu, auch Anregungen und Bedenken mit aufzunehmen.

Die Gesamtmaßnahme am Standort Parkstraße wird laut Stadtverwaltung mit 6,1 Millionen Euro Kosten veranschlagt, davon entfallen 5,2 Millionen Euro auf die Sanierung des Hallenbades. Wenn die weiteren Verfahrensschritte inklusive Ausschreibung nach Plan ablaufen, könne mit dem Anbau für das Ersatzbecken des später zu schließenden Lehrschwimmbeckens Grengracht im Sommer 2017 begonnen werden, sagte der Bürgermeister.

Wenn der Rohbau im Herbst 2017 stehe, müsse das Hallenbad für gut ein Jahr geschlossen werden. Während der Bauarbeiten müssten die Nutzer enger zusammenrücken und sich das noch nutzbare Lehrschwimmbecken Grengracht teilen. „Aber das geschieht ja mit der Perspektive, danach ein um so besseres Hallenbad nutzen zu können“, suchte Linkens die Schwimmer zu trösten.

Aus dem Füllhorn Fördermittel kann die Stadt Baesweiler zudem für vier Jahre insgesamt 120.000 Euro für City- und Geschäftsmanagement im Zentrum ausgeben. Laut Dezernentin Tomczak-Pestel soll so ein Quartiersbüro betrieben werden – als Anlauf- und Auskunftsstelle für Bürger, personell besetzt durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des its (Internationales Technologie- und Service-Center), möglicherweise ergänzt durch eine studentische Hilfskraft.

Dieses Quartiersbüro soll weitere Maßnahmen im Rahmen des IHK im Zentrum vor Ort gegenüber den Bürgern erläuternd begleiten. Dazu gehört unter anderem das Fassadenprogramm (80.000 Euro). Hier sollen Hausbesitzer dafür gewonnen werden, unterstützt mit Fördermitteln das Erscheinungsbild ihrer Liegenschaften zu verbessern. Zur Begleitung und um über die Mittelvergabe zu entscheiden, ist laut Stadtverwaltung bereits ein Gremium, bestehend aus Ratsmitgliedern und Vertretern des Gewerbeverbandes, gebildet worden.

Erster Beigeordneter Frank Brunner sagte, dass mit der Bewilligung von 429.000 Euro für Stadtteilbüro und -management im Rahmen der Sozialen Stadt Setterich – verteilt auf die Jahre 2017 bis 2019 – die Arbeit der hauptamtlichen Kräfte und der vielen Ehrenamtler gesichert wird.

Die zugesagte Summe entspricht 70 Prozent der anerkannten Kosten. „Im und um das Haus Setterich herum sind viele Initiativen entstanden, an denen viele mitwirken.“ Die Zuwendungen stellten auch eine Anerkennung der dort geleisteten Arbeit da und würden für Nachhaltigkeit sorgen.

„Ich bin sehr froh, dass das Land und die Bezirksregierung unseren Anträgen entsprochen haben“, sagte Linkens.

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