Sängernachwuchs bietet den Zuhörern echte Glanzleistung

Von: Christoph Hahn
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Mitreißendes Musikerlebnis: Chordirektor Günther Kerkhoffs wusste beim Offenen Singen im Foyer der Alsdorfer Stadthalle die kleinen Sänger vom Kinderchor und aus der Musikschule zu immer neuen Höchstleistungen anzustacheln. Foto: Christoph Hahn

Alsdorf. Hände an die Hosennaht: Stramm wie ein Soldat steht der kleine Junge aus dem Alsdorfer Kinderchor beim Offenen Singen in der ersten Reihe. Er und die anderen kleinen Stars des Nachmittags, die aus dem Kinderchor und die von der Musikschule, nehmen ihren Auftritt spürbar ernst – zumal Mamas, Opas und andere liebe Menschen neben ihnen Platz und damit das Lampenfieber genommen haben.

Denn Singen macht Spaß. Und dieser Spaß wirkt, wie sich im Foyer der Stadthalle rasch herausstellt, hochgradig ansteckend.

Dass die Eltern, Großeltern und Geschwister an den aufgestellten Tischen so viel Freude an den immer schwungvoll klingenden Liedern der Kleinen (insgesamt haben rund 50 von ihnen Aufstellung genommen) finden, liegt aber nicht nur den schmetternden Stimmen der Junioren. Es liegt auch daran, dass der Leiter beider Chöre, Günther Kerkhoffs, mehr ist als ein Dirigent. Immer wieder springt er von seinem Platz am Klavier auf, springt regelrecht mit fordernden Gesten auf die Kinder zu, reißt sie in einem regelrechten physischen Sinn mit – Gesang als temperamentvolle Angelegenheit halt.

Die Zusammenstellung des Programms unter dem Motto „Vom Volkslied bis zum Schlager“ tut ihr Übriges. Bekannte Titel wie „Nun will der Lenz uns grüßen“ sind ebenso dabei wie demgegenüber unbekannte Werke a la „Gib acht, wenn du Spaghetti isst“. Nie wird nur gesungen; immer ist – wie in letzterem Fall – ein gehöriges Quantum Komödianterie mit im Spiel. 22 Titel in rund 30 Minuten bringt die Show. Und bei keiner Note lassen es die Kinder, die erwachsenen Begleiter und Günther Kerkhoffs an Liebe und Engagement fehlen.

Dem versagt auch der Ehrengast, Alsdorfs stellvertretender Bürgermeister Heinrich Plum, seine Anerkennung nicht. „Ihr habt hier eine Glanzleistung geliefert“, ruft der Sozialdemokrat aus Hoengen den Sängern zu, „ich habe gesehen, dass die Kinder die ganze Zeit ohne Blatt gesungen haben.“ Plums Ermutigung „Macht weiter so!“ nimmt darum kaum Wunder – und ebenso wenig das Dankeschön an Beate Schlimmer aus dem Rathaus, die die Veranstaltung zusammen mit Chordirektor Kerkhoffs organisiert hatte.

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