„Rundlauf” in der Realschule Alsdorf stößt auf Kritik

Von: -ks-
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Schön sauber bleiben: An der Realschule Alsdorf versucht der Leiter, Schmierereien und unliebsamen Müll zu unterbinden. Foto: Stüber

Alsdorf. Ärger gibt es um einen „Rundlauf”, den der Leiter der Realschule Alsdorf, Peter Lambertz, auf den Weg gebracht hat.

Dieses Schreiben hält Dieter Ferner, Fachanwalt für Strafrecht („Im Herzen bin ich ein Ur-Alsdorfer”) für schlicht unmöglich und hat, nachdem ihn ein Elternteil darauf aufmerksam gemacht hatte, die SPD- und ABU-Fraktion im Rat angeschrieben, auf dass „die Lokal-Politik gegen diese Anmaßungen vorgeht”.

Etliche Eltern hätten zudem bereits bei der Bezirksregierung Köln hierüber Beschwerde geführt, schreibt der Jurist.

Schulleiter Lambertz hatte „zur Bekanntgabe in allen Klassen gegen Empfangsbekenntnis aus gegebenem Anlass” auf Schmierereien auf Wänden und „schuleigenen Gegenständen (Möbel)” Bezug genommen.

„Für sachdienliche Hinweise im Einzelfall, die zur Instandsetzung der jeweiligen Sache und der Übernahme der Kosten führen, setze ich eine Belohnung von 50 Euro je Einzelfall aus”, schrieb er. Darin sieht Kritiker Ferner eine Aufforderung des Schulleiters an die Schüler, „sich des Denunziantentums zu bedienen”.

Weiterhin hatte der leitende Pädagoge angekündigt, wer künftig dabei erwischt werde, „dass er irgendwelche Gegenstände auf den Boden wirft, hinter die Heizung steckt oder sonst wie entsorgt, wird automatisch in der Folge eine Woche lang in der Mittagspause das Schulgelände oder das Schulgelände säubern”. Das hält Ferner für „Lehnsarbeiten, die „sicherlich dem Schulauftrag nicht sehr dienlich” seien.

Damit die Botschaft des Schulleiters auch an der Basis ankommt, hatte Lambertz verfügt, dass „jede Schülerin und jeder Schüler durch eigenhändige Unterschrift” bescheinigt, „dass er diese Mitteilung verstanden hat (leere Liste liegt bei)”. Das hält Ferner für „Verkennung sämtlicher Fürsorgepflichten und Rechtsgrundsätze” und schreibt sogar von „Leibeigenen”.
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