„Rumtreiber“: Aus der Tonhöhle in die Öffentlichkeit

Von: mas
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Aus der Tonhöhle in die Öffentlichkeit: Mitte Mai werden die „Rumtreiber“ aus Baesweiler ein neues musikalisches Konzept vorstellen, (v.r.) Heiko Mürkens, „Paffi Paffen, Timo Hamacher, Dirk Jöris und Jens Offergeld. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Vieles wirkt verwegen. Um die fünf Männer herum. Die Bärte sprießen. Viele Ideen ebenfalls. Im Siersdorfer Studio „Tonhöhle“ ist in den vergangenen Monaten ein neues Projekt gewachsen. Ein interessantes, denn es ist in seiner Art neu. Daran haben die Musiker um Heiko Mürkens äußerst professionell gearbeitet.

Geprobt, gefeilt, diskutiert und immer nach Verbesserungen gesucht. Bis das (vorläufige) Ergebnis stand. Unter dem Bandnamen „Rumtreiber“ machen der gebürtige Baesweiler Heiko Mürkens und seine vier Freunde Timo Hamacher, Dirk Jöris, Jens Offergeld und Markus „Paffi“ Paffen Musik, „die es so noch nicht gibt“. Keyboarder Heiko Mürkens freut sich: „Es war einfach an der Zeit, mal etwas anderes zu machen“. Und in diesem Zusammenhang erinnerte er sich an seine Mitspieler aus der Zeit von „Quite Mom und McFly“.

Die Band aus Baesweiler, die von 1994 bis 2002 acht Jahre lang als Coverformation unterwegs war. „Wir sind immer in Kontakt geblieben“, sind auch Bassist Jens Offergeld und Schlagzeuger Paffi Paffen froh, wieder mit seinen Kumpels von damals zusammen zu sein. Obwohl die Stilrichtung eine ganz andere ist. In einen Begriff gepackt: „Regio-Folk“, vertonte Geschichten und Sagen aus der Region Aachen und Eifel und darüber hinaus.

Weg vom Cover, hin zu eigenen Kompositionen. In Text und Klang. Zu Geschichten aus alter Zeit, in eingängige Melodien gekleidet.„Das muss, das soll in die hiesige Region passen“, erklärt Sänger Timo Hamacher. Auch er, ein sehr filigraner Sänger und Gitarrist, ist voll des Lobes über das neue Konzept. Hamacher ist der neue Mann an Bord der „Rumtreiber“.

Seit Mai 2016 ist die neue Formation im Studio und arbeitetet an ihren Ideen. Ein Segen, dass man mit Hamacher – der auch mal etwas Neues machen wollte - den passenden Vokalisten fand. Das Konzept, nicht so sehr im elektronischen Bereich zu bleiben sondern handgemachte Musik zu konzipieren, gefällt allen.

Dirk Jöris: „Wir arbeiten Geschichten aus dem Leben in unserer Region auf“, eingepackt in sehr vielseitige Richtungen aus Rock, Country oder eben Folk. Heiko Mürkens (Keyboard und Akkordeon) ergänzt: „Grenzen haben wir uns nicht gesetzt, die Stücke haben unterschiedlichste Charaktere.“ Thematisiert werden beispielsweise „die schwarzen Gesellen“, die im späten Mittelalter gefürchtete Räuberbande „Bockreiter“.

Inzwischen sind schon Ideen für 16 Stücke zusammen gekommen. Einer davon ist der Titel „Minge Paraplü“. Der Schirm als Synonym fürs Beschützen des anderen. „Ein weiterer Titel nennt sich „Wenn Engel reisen“ oder auch „Die Jungfrau tanzt“.

Letztere Komposition bezieht sich auf eine Sage über die weiße Jungfrau, deren Legende im Jülich/Dürener Raum ihren Ursprung hat. Dafür hat das Quintett auch viel Zeit mit dem Durchstöbern von Büchern, die Geschichten aus der Region bis hin zur Eifel oder dem Maasgebiet beschreiben, investiert. „Wir sind überzeugt, dass es das so in dieser Form noch nicht gibt“, sind die Musiker um Heiko Mürkens überzeugt.

Der Titelsong „Rumtreiber“ sowie eine Auswahl der neuen Stücke werden am 14. Mai offiziell in der Burg Baesweiler vorgestellt. Bei der „Leinen-Los-Party“, die ab 17 Uhr beginnt. Schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden des neuen Projektes „Rumtreiber“ hat die Band ein sehr beachtliches Interesse ausgelöst. „Wir sind alle total geflasht, wie sehr die Leute sich freuen, dass wir Musik in dieser Richtung machen“, können es Hamacher, Jöris, Mürkens, Offergeld und Paffen kaum erwarten, nun auch die Öffentlichkeit live mit eingängigen Songs zu bedienen.

Nachdem man die vergangenen Monate mit der Maxime verbracht hat: „proben, proben, proben...“! Verwegene Kerle, die auch schon mal das Weiche im Herzen balladiös präsentieren, oder die Rockfans mit knallharten Tönen aus der Reserve locken. Regio-Folk eben.

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