Ruifer Straße in Herzogenrath: Sportplatz wird zum Wohngebiet

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
6913519.jpg
Mit schwerem Gerät wird derzeit der ehemalige Tennenplatz an der Ruifer Straße für seine neue Bestimmung als Baugebiet bearbeitet. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Derzeit wird der Weg frei gemacht für Kokowall und Kleingärten im Neubaugebiet Ruifer Straße. Denn schon bald ersetzen im Neubaugebiet die Grills in Nachbars Garten die früher hier heimische Stadionwurst.

Aus der schon länger nicht mehr offiziell genutzten Hartplatzanlage des alten Sportplatzes wird ein Baugebiet mit 16 Reihenhäusern. Dazu wurde der nach Untersuchungen nicht als belastet gekennzeichnete Aschen- oder Tennenplatz rund 20 Zentimeter tief abgetragen.

Wo sich derzeit noch schweres Gerät durch den Untergrund gräbt, und die Tiefbauarbeiten in vollem Gange sind, wird künftig ein neues Zuhause für Herzogenrather angesiedelt. Direkt am großen Parkplatz des Schulzentrums wird sich durch das Neubaugebiet auch die dortige Zufahrtsituation künftig ändern: So fallen die alten als Einbahnstraße genutzten Stichwege weg. Dafür wird der Abzweig vor der Schranke zu den Schulen erweitert, um Verkehr in beiden Richtungen zu ermöglichen. Von einer neuen Erschließungsstraße mit fünf bis acht Metern Breite aus, die parallel zu den bisher am Rand des Parkplatzes befindlichen Stellflächen verläuft, gibt es dann zwei kurze Stichstraßen, die ins Baugebiet ragen. Parkflächen innerhalb des „Ruifer Straße“ genannten Baugebietes gibt es auch, neun mit Rasengittersteinen unterlegte Stellplätze sind vorgesehen.

Die Entwässerung findet über ein getrenntes System statt, hier machen sich die Planer für das Regenwasser die räumliche Nähe zum bestehenden Regenrückhaltebecken zunutze.

Gesamtkosten 575.000 Euro

Interessant dürfte auch die neue Lärmschutzwand in Richtung Parkplatz, Bardenberger Straße und zur Einmündung in Richtung Schulzentrum werden. Dort wird eine „Kokowall“ genannte Konstruktion verwendet, die auf tragende Betonelemente mit Kunststoffpfosten und stählernen Rahmen samt einer Art Kokosmatte als Material setzt und nach außen die Optik einer Kokoswand hat. Das Äußere soll im Übrigen lange erhalten bleiben, es wird eine dauerhafte, feuerfeste wie graffitiunfreundliche Oberflächenstruktur eingesetzt. Durch die Konstruktion mit Pfosten im Abstand von bis zu 3,50 Metern wirkt die rund 200.000 Euro teure Lärmschutzwand freitragend. Die Wand ist damit der zweitgrößte Kostenfaktor in der Kalkulation, mit 225.000 Euro sind die Straßenbauarbeiten angesetzt, für Kanalarbeiten sind 125.000 Euro vorgesehen und die Entfernung des alten Tennenbelages steuerte noch einmal 25.000 Euro zu den Gesamtkosten von 575.000 Euro hinzu.

Die Gehwege bleiben den Menschen, die den früheren Hartplatz gerne als Abkürzung zu den nahen Wohnanlagen nutzen, übrigens nach Abschluss der Tief- und Straßenbauarbeiten in Richtung Bardenberger Straße und Verkehrsübungsplatz erhalten. Erhalten bleiben auch die Verkehrsberuhigung, die Schutzräume für den teils sehr alten Baumbestand und die Ampelregelung zur Bardenberger Straße.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert