Herzogenrath - Rugby und Parkour auf dem Stundenplan

Rugby und Parkour auf dem Stundenplan

Letzte Aktualisierung:
her_projekt_bu
Ein starkes Team: Die Schüler des Akrobatik-Projekts zeigen ihr Können.

Herzogenrath. Der Sport, die Kunst, die Literatur, das Handwerk, die Naturwissenschaft, das Hobby, deine Stadt: Mach es zu deinem Projekt! Nach diesem aus Funk und Fernsehen bekannten Motto verfuhren in der vergangen Woche fast dreihundert Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 des Gymnasiums Herzogenrath, um teils in Eigenregie, teils in enger Kooperation mit Eltern und Lehrern altbekannte Pfade zu verlassen und Neues zu erforschen.

Fußball zu spielen ist im Sportunterricht nichts Ungewöhnliches. Wer aber hat im Rahmen von Schule schon einmal die Seiten gewechselt und an einem Schiedsrichterlehrgang teilgenommen? Wem sind die Grundzüge des Rugbyspiels geläufig, wer hat schon einmal auf einem Kunstrad gesessen? Solch neue Erfahrungen zu machen bot sich den Schülern für drei Tage reichlich Gelegenheit.

Besonderer Beliebtheit erfreute sich dabei Parkour, bei welchem der Teilnehmer - der Traceur - unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den schnellsten und effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt.

Und auch Klassenraum oder Schulgelände stellten nicht - wie so häufig - schwer zu überwindende Grenzen dar; im Gegenteil: Einige Schüler trafen sich im Clubhaus des TSC Schwarz - Gelb Aachen zu einem ausgedehnten Tanzworkshop, andere begaben sich im nahe gelegenen Wurmtal auf die Spuren von Dinosauriern, wieder andere erforschten in Köln die Wirkungsweise der in England weit verbreiteten, gemeinnützigen Oxfam-Shops oder besuchten die Feuerwache im Zentrum von Herzogenrath.

Hierzu Luca Schwarzenberg aus der siebten Klasse: „Ich weiß jetzt, dass ich Fett nicht mit Wasser löschen kann, das führt zu einer großen Explosion. Überhaupt macht Rauch es den Feuerwehrleuten sehr schwer. Bei einer Simulation in einem Raum voller Nebel konnten wir kaum die Hand vor Augen sehen.” Dieser lebensechte Einblick sorgte bei drei Schülern für so viel Begeisterung, dass sie sich spontan dazu entschlossen, sich zukünftig bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren.

Einig waren sich sowohl Schüler, als auch Eltern und Lehrers schließlich darüber, dass sich die viele Arbeit im Vorfeld gelohnt hatte. Hierzu Henriette Labrot, die Hauptorganisatorin der Herzogenrather Projekttage: „Es ist wichtig, dass Kindern und Jugendlichen auch einmal die Gelegenheit gegeben wird, sich außerhalb des Fachunterrichts und enger Zeitvorgaben intensiv mit anderen Dingen zu beschäftigen, ein Gruppenerlebnis zu erfahren, Hindernisse zu überwinden und Erfolgserlebnisse zu haben. Diese wirken sich dann auch wiederum positiv auf den Fachunterricht und das Schulklima aus.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert