Rückstau vor der Schranke in der Kritik

Von: Stefan Schaum
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Vorfahrt für die Euregiobahn,
Vorfahrt für die Euregiobahn, Stau im Kreisel: Wenn sich am Bahnübergang an der Bahnhofstraße in Alsdorf die Schranken schließen, staut sich der Verkehr bis weit in Richtung Denkmalplatz und auf der Konrad-Adenauer-Allee. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Seit gut einem Monat schließen sich die Schranken wieder, fährt die Euregiobahn über die Alsdorfer Bahnhofstraße in Richtung Mariadorf zur vorläufigen Endstation an der Poststraße. Lange Staus in Richtung Denkmalplatz - weit über den Kreisverkehr an der Mündung Konrad-Adenauer-Allee hinaus - gehören seitdem zur Tagesordnung. Vielen schmeckt das nicht.

So will die CDU-Fraktion das Thema im nächsten Hauptausschuss diskutiert wissen. Dazu hat sie jetzt den Bürgermeister Alfred Sonders in einem Schreiben aufgefordert. Dicke Fragezeichen sehen die Christdemokraten etwa hinter der verzögerten Grünschaltung am Bahnübergang, dort fließe der Verkehr nach der Schrankenöffnung nicht rasch genug Richtung Würselen ab.

Auch die fehlende Möglichkeit, bei geschlossenen Schranken von der Wein- in die Bahnhofstraße einfahren zu können - wir berichteten - stößt der Fraktion sauer auf. Städteregionstagsmitglied Jürgen Neesen (SPD) hat ebenfalls geschrieben. Und zwar an Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der Euregio-Verkehrsschienennetzgesellschaft (EVS). Der Sozialdemokrat wundert sich darüber, dass sich parallel zu den Schranken an der Bahnhofstraße auch die Schranken auf der Broicher Straße schließen, wenn die Bahn aus Richtung Herzogenrath heranrollt und zunächst am Haltepunkt Annapark Fahrgäste ein- und aussteigen lässt. Ob die Schranken an der Broicher Straße nicht derweil geöffnet bleiben könnten, fragt sich Neesen.

Fahrplanwechsel im Blick

„Können sie nicht”, sagt Thomas Fürpeil. Zum einen aus Sicherheitsgründen. „Es ist ja möglich, dass einmal die Bremsen der Bahn versagen und sie weiterfährt.” Zum anderen seien die Schiene und die Signalanlagen schon jetzt auf die Zeit vorbereitet, wenn eventuell bereits ab Dezember dieses Jahres zeitgleich aus Richtung Stolberg und Herzogenrath die Bahn kommt und sich die Züge an der Weiche im Alsdorfer Zentrum kreuzen.

Fürpeil: „Die Software, die die Schließungszeiten koordiniert, ist schon so eingestellt, dass der Fahrplanwechsel nahtlos vonstatten gehen kann.” Im Übrigen seien die Schließungszeiten an allen Übergängen „bereits optimiert worden, da gibt es aus unserer Sicht nichts mehr zu korrigieren”. Und Staus seien demnach letztlich das: einfach unvermeidlich.
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