Rover-Runde auf Schnitzeljagd durch Deutschland

Von: ehg
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Auf großer Fahrt: Mitglieder der Rover-Runde des Bardenberger Pfadfinderstamms hatten einige Aufgagen zu lösen.

Würselen. Die Rover-Runde des Stammes Bardenberg hat erlebnisreiche Tage hinter sich. Um zum bundesweiten Treffen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) „rover.de 2013“ nach Nürnberg zu gelangen, wurden sechs Jugendliche auf eine Schnitzeljagd quer durch Deutschland geschickt.

Nach dem Start auf dem Herzogenrather Bahnhof waren sie vier Tage in Nahverkehrszügen der Deutschen Bundesbahn unterwegs. Während der Reise mussten sie Aufgaben lösen, die bis zum Start geheim gehalten worden waren. Dazu machten die Bardenberger Rover unter anderem in Siegen und Würzburg halt.

Das erste Etappenziel war die Metropole Westfalens, die Universitätsstadt Münster. Drei Stunden lang waren die sechs jungen Leute mit dem Zug unterwegs. Zeit genug, um während der Bahnfahrt zu frühstücken und auch Karten zu spielen. Das Unterwegssein wird bei den Pfadfindern groß geschrieben. Deshalb mussten sich die Rover selbst um Fahrtroute, Schlafplatz und Verpflegung kümmern. Ausstaffiert waren sie lediglich mit ihrem Rucksack und einem Quer-durchs-Land-Ticket. Es berechtigte zur Benutzung jedes beliebigen Regionalzuges deutschlandweit.

Knapp 1000 Kilometer weit

„Für die Rover war nicht nur wichtig, dass sie in der Gruppe reisen konnten. Vielmehr mussten sie auch flexibel sein, um die gestellten Aufgaben lösen zu können“, erklärt Anataol Scholz, Leiter Produkt- und Fahrgast-Marketing der DB Regio AG. „Das hat mit unserem Nahverkehrsangebot sehr gut funktioniert.“ Während der Reise hat die Runde knapp 1000 Kilometer zurückgelegt, zwölf Regionalzüge benutzt und acht Orte besucht, unter anderen Düsseldorf, Hanau und Unterhaching.

„Eine solche Reise selbst zu organisieren, stärkt das Selbstvertrauen unglaublich“, resümiert Rundenleiter Thomas Völker. „Das Teamwork war super und ein ganz starkes Gemeinschaftsgefühl war zu spüren.“ Zusammenarbeit war vor allem bei den Herausforderung gefragt, von denen die Gruppe vor dem Abenteuer Reise gar nichts geahnt hatte. Schwierigste Challange der Bardenberger Runde war es, eine Kuh auf den Marktplatz zu bringen. Hierzu wurde auf dem Weg von Würzburg nach München des Internet durchsucht. Gefunden wurde am Ende der Ochse auf der Fleischbrücke in Nürnberg.

Zudem konnten die Bardenberger Rover zwei Angebote gemeinsam erleben: In Münster erklommen sie den Kirchturm und genossen die herrliche Aussicht über die Stadt weit ins Land hinein. Bei dieser Unternehmung machte sie auch ihre erste Unterkunft klar. Und in München konnte die Runde das ICE-Instandhaltungswerk besichtigen, wobei sie einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Auch durfte sie sich im Führerhaus eines ICE umsehen. Persönliches Highlight war allerdings der selbst organisierte Flashmop auf dem Münchener Marienplatz, bei dem mit anderen Pfadfindern das Wort „rover“ geschrieben wurde. Müde, aber überglücklich kehrten die Bardenberger Rover wieder ins „Dörflein“ zurück. Fazit des Rundenleiters Thomas Völker: „Wir haben Leute aus den verschiedensten Ecken der Republik kennengelernt. Dabei sind Bande der Freundschaft geknüpft worden, die sonst ob der räumlichen Distanz nie zustande gekommen wären.“

Zur Information am Rande: Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg bietet bundesweit rund 95 000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr als ein Abenteuer. Der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland versteht sich als Erziehungsverband – seine Mitglieder lernen, aufrichtig und engagiert ihr Leben und ihr Umfeld zu gestalten.

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