Würselen - Rotkäppchen mal anders: Puppentheater im Schlafanzug

Rotkäppchen mal anders: Puppentheater im Schlafanzug

Von: ny
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Flotter Auftritt im Schlafanzug: die ungewöhnlichen Puppenspieler Melanie Sowa und Pierre Schäfer. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Sie sangen, sie erzählten und sie zogen in drei Vorstellungen Kinder ab vier Jahren und Erwachsene in ihren Bann. Die beiden Schauspieler Melanie Sowa und Pierre Schäfer von United Puppets aus Berlin traten im Schlafanzug auf die ganz dunkle Bühne im Alten Rathaus und spielten „Rotkäppchen“.

Modern, aber doch so traditionell, dass jeder die ursprüngliche Geschichte der Gebrüder Grimm wiedererkennen konnte. Mit Puppen, aber mit solchen, die nur mit ganz viel Fantasie als Rotkäppchen, Mutter, Großmutter, Wolf und Jäger zu erkennen waren. Wirklich?

Diese Puppen waren einfach ein Stück Stoff und der Kopf war eine Glühbirne. Die leuchtete bei den verschiedenen Puppen in jeweils anderen Farben. Es war eine Glühbirnen-Wunderwelt, die eine Stunde lang verzauberte.

Rotkäppchen feiert ihren fünften Geburtstag. Es wurde die Mutter (gelbe Glühbirne) vorgestellt, die Großmutter (weiße Glühbirne)und Rotkäppchen (rote Glühbirne). Schwups, war ein Jahr vergangen. Zum sechsten Geburtstag macht sich Rotkäppchen mit einem kleinen Kuchen – blaue Glühbirnen – auf den Weg zur Großmutter und begegnet dem zotteligen Wolf – ganz kleine Glühbirne in beige.

Der bringt Rotkäppchen vom Weg ab, um schnell bei der Großmutter zu sein, um sie zu fressen. Nach dem bekannten Muster geht die Geschichte weiter: Der Wolf frisst auch das Rotkäppchen. Dann kommt der Jäger Karl, der die beiden befreit und dem Wolf Wackersteine in den Bauch näht. Einfach. So einfach war das Stück und immer wieder mit Liedern unterbrochen, die alle Kinder kannten und mitsangen.

„Das war eine fantastische Vorstellung“, erklärte Waltraud Bell, Lehrerin der Sebastianus-Grundschule, die gemeinsam mit ihrer zweiten Klasse das Stück angeschaut hatte. So gab es trotz des spartanischen Bühnenbildes immer wieder detailverliebte Requisiten, die den Zuschauern auffielen. „Die ganzen Puppen haben so schön gesungen“, sagte die siebenjährige Nele strahlend. „Das ganze Stück hatte etwas Magisches. Es war alles anders als in der Lebenswelt“, beschrieb Direktorin Susanne Drews das Theaterstück, das alle Zuschauer in den Bann gezogen hatte.

Wieder einmal hatte das Projekt der Theaterstarter die besondere Klasse der Produktionen, die gemeinsam mit den Kommunen der Städteregion in die Region geholt werden, bewiesen. Dieses Stück war verblüffend neu. Verblüffend spannend. Die Lichtmagier von United Puppets hatten großes Gespür für modernes Märchentheater bewiesen, während sie sangen und erzählten.

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