Nordkreis - „Rote Karte“ für Haltepunkte der Euregiobahn nicht nachvollziehbar

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„Rote Karte“ für Haltepunkte der Euregiobahn nicht nachvollziehbar

Von: Karl Stüber
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Was lässt sich verbessern? Auch am Haltepunkt am Alsdorfer Annapark besteht wohl Handlungsbedarf. Foto: Karl Stüber

Nordkreis. Gleich für zwei Haltepunkte der Euregiobahn im Nordkreis hat die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) die „rote Karte“ gesehen: Herzogenrath-Merkstein und Alsdorf-Annapark.

Der „Qualitätsbericht SPNV Nordrhein-Westfalen 2013“, der vom beim Nahverkehr Westfalen-Lippe angesiedelten Kompetenzcenter Integraler Taktfahrplan NRW erstellt wurde, hat hier zum Stichwort „Qualität Infrastruktur“ die Qualitätsstufe „nicht akzeptabel“ vergeben. Gelb, also „noch akzeptabel“, seien August-Schmidt-Platz in Herzogenrath und Poststraße in Alsdorf. Ein glattes „Grün“ für „akzeptabel“ erhielten Alsdorf-Kellersberg und Alsdorf-Mariadorf.

„Wir sind über den Bericht sehr überrascht“, sagte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil. Es sei nicht klar, nach welchen Kriterien hier die Haltestellen der Euregiobahn bewertet worden sind. Ebenso sei nicht nachvollziehbar, was denn vor allem bei den mit „Rot“ gekennzeichneten Haltepunkten im Argen liegen soll. „Wenn Mängel vorhanden sein sollten, werden sie natürlich beseitigt“, stellt Fürpeil klar. Die EVS GmbH habe zur Klärung um ein Gespräch beim zuständigen Nahverkehr nachgesucht.

Ein Problem: Vandalismus

Generell, so bedauert Fürpeil, sei Vandalismus ein immer größeres Problem – und das vor allem im Alsdorf „aufgrund des sozialen Umfeldes“. Besonders am Haltepunkt Kellersberg – im Qualitätsbericht indes mit „Grün“ klassifiziert – seien die Probleme extrem. Fürpeil zählt auf: Mülleimer werden demontiert, ebenso Gitter. Scheiben am Wartehäuschen werden zerstört oder gestohlen.

Die nun anstehenden „sicherungstechnischen Maßnahmen“ an den Bahnsteigen Alsdorf-Mariadorf bzw. Poststraße sind allerdings nicht als Reaktion auf den Qualitätsbericht zu sehen, betont Fürpeil. Bei den Bauarbeiten, die am Montag begannen und voraussichtlich bis Freitag, 15. August, dauern, werden abgesackte Stellen in der Pflasterung behoben. Hierfür werden die Steine aufgenommen, der Boden darunter wird ausgehoben und gegen „Magerbeton“ ausgetauscht, beschreibt der EVS-Geschäftsführer das Vorgehen.

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