Roger Nießen ist neuer Beigeordneter der Stadt Würselen

Von: -ks-
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Die umorganisierte Würselener Verwaltungsspitze mit Wirkung ab 15. August: Erster Beigeordneter und Stellvertreter von Bürgermeister Arno Nelles (l.) ist dann der Technische Beigeordnete Till von Hoegen (r.). Neuer Beigeordneter ist Roger Nießen. Foto: Karl Stüber

Würselen. Die Verwaltungsspitze in Würselen ist vom Stadtrat neu formiert worden. „Kopf“ bleibt natürlich der im Jahre 2014 in Direktwahl als Bürgermeister bestätigte Arno Nelles (SPD) in seiner Funktion als Chef der Verwaltung.

Für den derzeitigen Ersten Beigeordneten, Werner Birmanns (CDU), endet die Wahlzeit von acht Jahren am 14. August. Als Nachfolger wurde Roger Nießen (CDU) vom Stadtrat einstimmig als „einfacher“ Beigeordneter gewählt.

Mit Wirkung zum 15. August übernimmt der Technische Beigeordnete Till von Hoegen (SPD) zusätzlich die Funktion des allgemeinen Vertreters des Bürgermeister, rückt also zum 1. Beigeordneten auf. Von Hoegen wurde gemäß der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen zum Stellvertreter des Bürgermeister erhoben. Dort ist festgelegt, dass der in Würselen dienstältere Beigeordnete auch „Vize“-Chef der Verwaltung sein soll.

Werner Birmanns nahm an der Ratssitzung nicht teil, weil er erkrankt ist.

Auf Kritik der UWG stieß, dass die Besoldung der beiden Beigeordneten beibehalten und die Chance zum Sparen nicht genutzt wird. Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters von Hoegen wird nach B 2 bezahlt, erhält also ein Grundgehalt von rund 6300 Euro pro Monat. Nießen wird in A 16 eingestuft, bekommt also rund 6000 Euro im Monat. Ursprünglich hatte es im Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung gestanden, dass man den Personal- bzw. Funktionswechsel mit einer Einsparung verknüpft. Aus A 16 sollte A 15 (rund 5400 Euro Grundgehalt) und aus B 2 die Stufe A 16 werden.

Karl-Jürgen Schmitz (CDU) sagte, dass die Arbeitsbelastung für die Beigeordneten sicherlich noch zunimmt und man angemessenen „Lohn“ zahlen will. Zudem würde die Stadt Würselen ohnehin voraussichtlich Ende des Jahres die Marke von 40.000 Einwohnern übersteigen, was ohnehin besoldungsrechtliche Konsequenzen nach oben hätte

Christoph Küppers (SPD) verwies auf die Eingruppierungsverordnung des Landes NRW. Dort werde in der Tat die Besoldung von der Bevölkerungszahl abhängig gemacht. Dabei gebe es innerhalb der Kategorien eine untere und eine höhere bzw. obere Stufe, die im Falle von Würselen ab dem 35 001. Einwohner ziehe. Oder aber, wenn der Beigeordnete sich nachweislich bewährt habe, also bei Wiederwahl. „Das ist also kein Auskegeln nach der Nase“, sagte Küppers.

Ob Nießen in der Tat pünktlich zum 15. August seine Arbeit in der Würselen aufnehmen kann, ist noch mit dem derzeitigen Arbeitgeber, der Gemeine Simmerath, zu klären, sagte Bürgermeister Arno Nelles.

Nießen, der in Linden_Neusen wohnt, ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei schulpflichtige Söhne. Er besuchte in seiner Schullaufbahn die GGS Linden-Neusen und das Heilig-Geist-Gymnasium. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft folgt das zweijährige Referendariat. Nießen war anschließend wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Arbeitsrecht an der RWTH, Justitiar bei der Kreisverwaltung Heinsberg, Justitiar bei der Sparkasse Aachen und ist seit September 2010 Beigeordneter der Gemeinde Simmerath.

Da die Wahlzeit von Till von Hoegen am 28. Februar 2017 endet, steht dessen Wiederwahl auf Antrag der Fraktionen von SPD und CDU frühestens ein halbes Jahr vorher an. Dies ist bei der Ratssitzung am 13. September geplant. Auf eine Ausschreibung der Stelle wird verzichtet.

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