Roermonder Straße: Ampelschaltung soll auf den Prüfstand

Von: mabie
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Für Verkehrsteilnehmer ein Anlass zum Ärger: Die „intelligenten“ Ampelschaltungen an der Roermonder Straße. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Besonders der Abschnitt zwischen der Weststraße und der Forensberger Straße lässt so manchen Kraftfahrer täglich daran zweifeln, dass es vernünftige Ampelschaltungen geben kann. Darüber wurde in Rodas Bau- und Verkehrsausschuss am Dienstagabend auch gar nicht diskutiert. Vielmehr herrschte Uneinigkeit darüber, wie mit dem seit der Einführung vor gut 20 Jahren offenkundig schlecht funktionierenden System umgegangen werden soll.

„Man hat den Eindruck, dass die uns versprochene intelligente Steuerung nie ganz intelligent geworden ist“, begann SPD-Vertreter Ulrich Hoffmann-Siemes. Er wünschte sich ein klares Gesamtkonzept statt einer überschaubaren Flut von Schaltungseinflüssen.

„Es ist eine lange, schmerzhafte Geschichte, in der durch viele Fehler Geld verbrannt wurde“, ergänzte Grünen-Sprecher Dr. Bernd Fasel. Er regte an, eine technisch machbare, adaptive Schaltung einzusetzen, die ihren Namen auch wirklich verdiene.

Dabei müssten dann auch die vielen im Laufe der Jahre neu hinzugekommenen Kreuzungspunkte und Ampeln in das gesamte System sinnvoll eingeschaltet werden. Noch weiter in Richtung Grüner Welle ging der Vorschlag von CDU-Ausschussmitglied Dieter Gronowski.

Er rief in einem eigenen Beschlussvorschlag die Verwaltung gemeinsam mit den zuständigen Straßen NRW als Baulastträger dazu auf, eine grundlegende Bestandsaufnahme der gesamten Roermonder Straße auf Kiel zu legen.

Mit Hilfe von Mikrosimulationen und Verkehrsfluss-Szenarien solle schließlich anhand verschiedene Modelle eine Lösung gefunden werden. „Der Beschlussvorschlag in seiner aktuellen Form ist zu kurz gefasst“, begründete er die Idee seiner Fraktion. Es könne nicht sein, dass es immer nur punktuelle Aktivitäten gebe, was im Endeffekt dazu führe, dass der Verkehr nicht fließe.

Richard Telöken von der FDP kündigte für seine Fraktion noch Beratungsbedarf über den neu von den Christdemokraten eingebrachten Vorschlag ein, weshalb die Entscheidung über die künftige Regelung an der Roermonder Straße noch ausstehen muss.

Das gebe, so ergänzte auch die Erste Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann, Zeit, die künftige Datenbasis über den Verkehr in der Städteregion Aachen abzuwarten und in die Beschlussfindung einfließen zu lassen.

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