Rodastadt baut die U3-Betreuung weiter aus

Von: rüt
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Herzogenrath. Die Fortschreibung der Bedarfsplanung zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen sieht weitere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren vor.

Eine Gruppe für zehn Kinder wird zum nächsten Kindergartenjahr im Familienzentrum der evangelischen Kirchengemeinde in Merkstein realisiert.

In den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, Käthe-Strobel- und Helene-Simon-Kindertagesstätte in Kohlscheid, können voraussichtlich insgesamt zwölf weitere U3-Plätze geschaffen werden.

Kurzfristig sei ein neuer Erlass des Landes eingegangen, der dies ermögliche, informierte Andreas Heine, Leiter des städtischen Fachbereichs Jugend und Bildung, im Jugendhilfeausschuss. Die Gelder ständen zunächst allerdings noch unter Haushaltsvorbehalt, die Plätze wurden kurzfristig angemeldet. Insgesamt stehen somit 171 U3-Plätze in der Rodastadt zur Verfügung.

Anne Fink (Grüne) stellt die Einrichtung einer weiteren integrativen Gruppe für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zur Diskussion. Ein entsprechender Auftrag an die Verwaltung, sich mit dieser Problematik zu beschäftigen, sei bereits vor einem Jahr erteilt worden. Die Stadt habe versucht, am Städtischen Kindergarten Straß eine integrative Gruppe durch Umwandlung zu installieren. Die Nachfrage nach Regelplätzen sei allerdings zu groß gewesen, bei einer Umstrukturierung hätte somit der Rechtsanspruch für Kinder ab drei Jahren nicht erfüllt werden können, sagte Heine.

Auch in anderen Kindergärten sei dies im kommenden Kindergartenjahr nicht möglich, da alle Betreuungsverträge bereits vorliegen würden. Sinnvoll wäre laut Heine eine weitere integrative Betreuungsmöglichkeit sicherlich in der Kita in Straß oder in St. Thekla Merkstein. Die Unterbringung von unter Dreijährigen und Kindern mit erhöhtem Förderbedarf sei ein zukunftsgerichtetes Thema, dem die Stadt sich weiter stellen müsse.

Etwa 2,5 bis vier Prozent der Kinder eines Jahrgangs hätten besonderen Förderbedarf, erläuterte Bernd Krott, Bereichsleiter Jugend. Zwar werde jedes der Kinder betreut, allerdings suboptimal. „Es wäre gut, wenn wir eine weitere Gruppe anbieten könnten”, sagte er. Bis zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14. Mai wird die Verwaltung ein entsprechendes Konzept erstellen.
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