Rodaschule: Ende der Enge steht bevor

Von: sh/eska
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Weg mit den Pavillons, her mit dem Neubau: Schulleiter Thomas Kürten freut sich auf mehr Raum und wenige Enge.

Herzogenrath. Schulleiter Thomas Kürten strahlt. Die Rodaschule, die inzwischen aus allen Nähten platzt, soll nun endlich erweitert werden. Läuft alles nach Plan, dann sollen im nächsten Jahr die Bagger anrücken.

Ein Vorentwurf für den Neubau, der an das bestehende Gebäude angebunden werden soll, ist bereits fertig. Erwartungsfroh präsentierte Schulleiter Kürten nun gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath den Plan.

Der Vorsitzende des Vereins, Hans-Gerd Hermandung, der lange selbst stellvertretender Schulleiter der Schule war, wies dabei auf die Dringlichkeit einer Erweiterung der Rodaschule hin: „Es wird Zeit, dass man mit einer Erweiterung beginnt.”

Eigentlich biete die Schule rund 120 Schülern Platz, tatsächlich seien es derzeit aber etwa 160. Hinzu kommt: Die Zahl der Schwerstmehrfachbehinderten an der Schule ist nach Angaben von Thomas Kürten stark gestiegen. So behindere therapeutisches Gerät nicht selten den Schulalltag, weil fast überall unangenehme Enge herrscht.

Was soll sich an der Rodaschule baulich ändern? Im Vorentwurf ist ein zweigeschossiger Gebäudetrakt vorgesehen, der zehn Klassenräumen mit jeweils einem Differenzierungsraum Platz bietet. Außerdem sind ein neuer Küchenbereich, Pflegeräume und Toiletten nötig. Darüber hinaus wünscht sich Kürten zusätzliche Werkräume für Holz- und Metallarbeiten.

Ob alles Notwendige und Wünschenswerte in die Tat umgesetzt wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Dann werden die Vorschläge in den Gremien beim zuständigen Kreis Aachen beraten und geprüft. Kürten: „Es muss sich zeigen, was baurechtlich möglich ist.” Und dann wird es auch konkret ans Kalkulieren gehen, „denn der Kostenrahmen ist noch nicht genau festgelegt”.

Als sicher gilt indes, dass die vor rund 30 Jahren als Provisorium errichteten schätzungsweise 50 Jahre alten Baracken zugunsten des Erweiterungsbaus vom Schulhof verschwinden werden. Derzeit beherbergen die Pavillons acht Klassen - ohne Differenzierungsräume.

Viele Unterstützer

Äußerst dankbar ist Schulleiter Thomas Kürten dem Geschäftsführer des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath, Stefan Johannes Becker.

Der Ratsherr aus Herzogenrath habe sich enorm stark gemacht für einen Erweiterungsbau - und schließlich die Zustimmung von Landrat Carl Meulenbergh und vielen Kreistagsmitgliedern gefunden.

Durch Beckers Vermittlung wurde darüber hinaus der Herzogenrather Architekt Jürgen Paulus gewonnen, der für den Verein kostenlos und unverbindlich erste Vorentwürfe zeichnete.

„Zwar mussten wir in der weiteren Entwicklung kleinere Abstriche hinnehmen, aber alleine die Tatsache, dass man in Gespräche mit einem eigenen Vorentwurf gehen kann, hat uns die Arbeit unglaublich erleichtert”, so Kürten.
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