Herzogenrath/Kerkrade - Rodas Bahnhof wird für Maastrichter „Sneltrein“ ausgebaut

Rodas Bahnhof wird für Maastrichter „Sneltrein“ ausgebaut

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
9232584.jpg
Das Bauschild steht schon da: Der Spatenstich wird in Kürze erfolgen, doch noch sind nicht alle Planungen des Projekts zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Herzogenrath und Heerlen abgeschlossen. Foto: M. Bienwald

Herzogenrath/Kerkrade. Im euregionalen Verkehrskonzept spielt der Herzogenrather Bahnhof eine zentrale Rolle. Dort steht seit kurzer Zeit ein Schild, das den Ausbau des Bahnhofs „zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehrs zwischen Deutschland und den Niederlanden“ verspricht.

Als Fertigstellungstermin werden die Jahre 2017/18 angepeilt, der offizielle Spatenstich wird noch Anfang diesen Jahres erfolgen. Was hinter diesen knappen Absichtserklärungen für umfassende Arbeit steckt, wurde auch bei der Versammlung des Eurode-Zweckverbands deutlich.

„Der Bahnhof Herzogenrath wird ausgebaut, um den geplanten Sneltrein von Maastricht über Herzogenrath nach Aachen mit guter Reisequalität durchbinden zu können“, sagte Andreas Warnecke von der euregionalen Koordinierungsstelle des Aachener Verkehrsverbunds (AVV). Von niederländischer Seite wird in den Planungen davon ausgegangen, dass Teile oder auch die gesamte bisher eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut werden müssen.

Die Sorge von Bürgermeister Christoph von den Driesch, Herzogenrath könne als Haltepunkt auf dieser Strecke entfallen, konnte Warnecke entkräften. „Natürlich hält der Zug in Herzogenrath, die verpflichtenden Haltepunkte sind auf deutscher Seite Aachen Hauptbahnhof, Aachen West und Herzogenrath“, betonte der AVV-Vertreter. Der Hintergrund, dass die betreffende Strecke früher einmal zweigleisig war, aber die Brücke im Wurmtal für die aktuellen Anforderungen schlicht zu schmal ist, zeigt einen wichtigen Punkt in den auf Hochtouren laufenden Planungen an.

Zweiter Hauptpunkt ist die vollständige Elektrifizierung der Strecke, auf der dann nur noch elektrisch angetriebene Züge fahren werden, was laut Warnecke aber auch eine Stromwechselstelle vom niederländischen ins deutsche Netz und umgekehrt notwendig mache. Die Planung liegt dabei vollständig auf niederländischer Seite, was schon in der Planungsphase große Einsparungen ermögliche.

Bei der genauen Planung, die sich am Ende natürlich für beide Seiten rechnen muss, wird auch das Thema Intercity mit eingebunden, „das haben wir schon im Blick“, versicherte Warnecke.

Das Thema „Avantis-Linie“ – nicht zuletzt durch Kerkrades Ersten Bürger Jos Som aufs Tapet gebracht, spielt allerdings bei den aktuellen Planungen nur eine Nebenrolle. „Wir haben das Thema Avantis im Hinterkopf“, schloss Warnecke, wobei aber das Hauptthema dieser Dauerbaustelle die Finanzierung eventuell auch über europäische Fördertöpfe sei.

So bleibt die Avantis-Linie vorerst bis auf unbestimmte Zeit vertagt, allerdings nimmt zumindest die schienentechnische grenzüberschreitende Verbindung zwischen Heerlen und Herzogenrath nun mehr Fahrt auf und verspricht für die kommenden Jahre eine spannende Entwicklung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert