Roda will Deutschlands aktivste Stadt werden

Von: mabie
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Ins Schwarze treffen sollten möglichst alle der 25 einzureichenden Initiativen für die jüngste „Mission Olympic“ in Herzogenrath. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. „Herzogenraths Bürger waren in der Vergangenheit zu höflich“, sagt Manfred Borgs. Damit meint der rührige Geschäftsführer des Stadtsportverbandes natürlich nicht den persönlichen Umgang untereinander, sondern blickt einfach nur auf Rodas Ergebnisse bei den letzten Teilnahmen zur „Mission Olympic“.

So ist Herzogenrath jetzt offiziell unter den 13 Kandidatenstädten aus sieben Bundesländern, die in ihrer Kategorie um den Titel „Deutschlands aktivste Stadt 2014“ kämpfen.

Zum fünften Mal ist Roda nun dabei, und bei den letzten Malen, so Borgs bei der Vorstellung der Kandidatur im Rathaus weiter, habe man immer anderen Städten und Kommunen höflicherweise den Vortritt gelassen. „Mit angemessener Unhöflichkeit wollen wir nun dafür sorgen, dass die Schecks am Ende anders aussehen“, schloss Borgs augenzwinkernd. Denn vom Hauptsponsor Coca-Cola, der als Partner der vom Deutschen Olympischen Sportbund getragenen Aktion auftritt, gibt es nicht nur im Vorfeld Unterstützung. Am Ende winken auch Geldpreise.

In der Kategorie mittelgroße und große Städte, in denen sich Herzogenrath als einzige Stadt aus NRW beispielsweise mit Rosbach vor der Höhe (Hessen), Lichtenau (Baden-Württemberg) oder Pulsnitz (Sachsen) misst, werden so Preise bis zu 45.000 Euro ausgelobt. „Das Geld fließt dann in die Förderung des städtischen Breitensports“, ergänzt Karl Müller von Coca-Cola. Obendrauf gibt es noch als Finalteilnehmer ein vom Sponsor finanziertes großes Sportevent in der Stadt.

„Bei den letzten Aktionen gab es immerhin Schecks über 1000 und 2000 Euro für einzelne Aktionen“, blickt Josef Poqué als zuständiger Bereichsleiter bei der Stadtverwaltung zurück. „Bewegen kann jeder etwas“, ist sich auch Bürgermeister Christoph von den Driesch sicher, der schon einmal die offizielle Urkunde für die Nominierung entgegennahm.

In der Vergangenheit reichte die Palette der eingetragenen Aktionen vom Fußballturnier über das Bobby-Car-Rennen bis hin zum Senioren-Tanznachmittag. Der besondere Fokus bei der „Mission Olympic“ soll aber auf dem Breitensport liegen.

„In Willich haben beispielsweise die Schützen mitgemacht, in dem sie im Vorfeld ihrer großen Kirmes von Ort zu Ort marschiert sind“, berichtet Karl Müller. Eine Idee, die auch Rodas Ersten Bürger auf Anhieb begeisterte, und sich auf die kommende Kandidatur freut: „Es zeigt, dass die Bürger der Stadt sehr aktiv dabei sind“.

Natürlich wünscht sich auch der neue Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Ralf Rudisch, dass bei der diesjährigen Teilnahme endlich ein Platz ganz oben drin ist. „Denn wir spielen den Ball immer gut in den Strafraum, aber richtig verwandelt haben wir ihn noch nicht“, schloss er. So hofft er natürlich auch auf eine angemessene Unhöflichkeit von Rodas Aktiven, um endlich das große Sportevent und den großen Scheck zu erlangen und dabei sein nicht mehr alles sein zu lassen.

Und für Karl Müller wäre es auch persönlich ein toller Abschluss vieler Kandidaturen Herzogenraths. Denn sein beruflicher Weg endet kurz vor dem Finale und da wäre es doch schön, wenn Herzogenrath sich bei seinem fünften Mal als Kandidat endlich als Sieger herausstellen würde.

 

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