Roda und Würselen tauschen 4000 alte Leuchten aus

Von: mabie
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Sichere Handgriffe: Daniel Brandenburg (l.) und Michael Sadlak gehören zum Team, das die Leuchten umrüstet. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath/Würselen. Wenn in Herzogenrath und Würselen der kommunale Versorger enwor in Sachen Energieeinsparung mit leuchtendem Beispiel vorangeht, dann liegt das auch an Brüssel. „Die bisher in Teilen der Straßenbeleuchtung eingesetzten Quecksilberdampflampen sind laut EU verboten“, sagt Prokurist Stephan Hunze von der enwor.

Deshalb werden nun in beiden Städten bis einschließlich 2016 insgesamt 4000 Leuchten ausgetauscht.

Das entspricht mehr als einem Drittel der rund 11.000 in der Düvelstadt und Roda eingesetzten Leuchten. Das rechnet sich. „Wir gehen von Einsparungen von rund 120.000 Euro pro Jahr für beide Städte zusammen aus“, sagt enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel. Das freut Bürgermeister Christoph von den Driesch für Herzogenrath und seinen Amtskollegen Arno Nelles für Würselen – machen die Kosten für Beleuchtung doch einen Großteil der kommunalen Energiekosten aus. Wer nachrechnet, kommt auf rund 820.000 Kilowattstunden pro Jahr, die nun in beiden Kommunen bei einem bisherigen Verbrauch von 3,2 Millionen Kilowattstunden jährlich alleine für erleuchtete Straßen weniger anfallen.

Möglich wird dies durch den Austausch der früheren Quecksilberdampflampen, die durch moderne LED-Technik ersetzt werden. Im vorliegenden Fall geht das allerdings nicht mit einem einfachen Leuchtmitteltausch. Waren vor drei oder vier Jahren LED-Leuchten noch eine eher exotische Technik, gehörten sie mittlerweile zum Standard, wie Stephan Hunze aufklärt. Und die Lösungen, für bestehende Leuchten Lampenköpfe anzubieten, die das gewachsene Straßenbild nicht beeinträchtigen, seien mittlerweile sehr vielfältig. Wird in Neubaugebieten schon seit zwei Jahren durchgehend auf LEDs gesetzt, werden nun die 1 590 so genannten „Pilzleuchten“ und 2 390 so genannte „Koffer- und Langfeldleuchten“ vornehmlich aus den 1960er-Jahren ersetzt.

„Die Pilzleuchten werden durch moderne Ausführungen im Retrodesign ersetzt, werden also zeitgenössisch zum Siedlungsbild passen“, so Lothar Schwartz, Sachgebietsleiter für Straßenbeleuchtung bei enwor. Die Langfeldleuchten verschwinden hingegen, sie müssen modernen Bauformen weichen. Was sich aber nicht ändern, beziehungsweise noch verbessern soll, ist die Ausleuchtung der Straßenzüge.

So sollen die Pilzleuchten mit nur 19 Watt auskommen, die eher quadratischen Ersatzleuchten für die alten Langfeldleuchten mit nur zwölf Watt – bei gleicher Lichtausbeute und gleichmäßigerem Lichtkegel. „Was bei den Pilzleuchten wegfällt, ist der Lichtschein nach oben“, sagt Schwartz. Daher könne es sein, dass sich Anwohner erst einmal an die neue Beleuchtung gewöhnen müssten. Keine Umgewöhnung müssen allerdings die städtischen Kämmerer in Sachen Finanzierung der Umbauaktion befürchten, da enwor die Umrüstungskosten von gut einer Million Euro komplett übernimmt.

So ist die Umstellung auf LED-Technik ein echter Gewinn für die Stadt, wie Bürgermeister Christoph von den Driesch schließt. „Unsere Städte und Gemeinden können dadurch ihren Energieverbrauch entscheidend reduzieren und so einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung und zum Gelingen der Energiewende leisten.“

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