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Roda soll bis 2016 finanziell auf „grünem Zweig“ sein

Von: mabie
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Klare Worte, gute Musik: Das Kerkraads Symfonie Orkest umrahmte den Empfang, bei dem Bürgermeister Christoph von den Driesch (l.) auch mit seinem Kerkrader Amtskollegen Jos Som anstieß.
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Klare Worte, gute Musik: Das Kerkraads Symfonie Orkest umrahmte den Empfang, bei dem Bürgermeister Christoph von den Driesch (l.) auch mit seinem Kerkrader Amtskollegen Jos Som anstieß.

Herzogenrath. Natürlich spielte auch die am kommenden Sonntag anstehende Bürgermeisterwahl eine kleine Rolle beim Neujahrsempfang der Stadt. In der Aula des Gymnasiums lauschten mehrere hundert Gäste den Worten von Amtsinhaber Christoph von den Driesch, der zuvor wohl jedem Einzelnen die Hand geschüttelt und einen Eintrag ins Gästebuch angeboten hatte.

„Wer mich und vor allem meine Neujahrsreden in den vergangenen Jahren miterlebt hat, der weiß, dass ich stets darum bemüht bin, als Repräsentant unserer Stadt parteipolitisch neutral zu berichten und zu urteilen“, begann von den Driesch.

Er spannte einen gedanklichen Bogen vom abgelaufenen Jahr in das Wahljahr 2014 und richtete über Gespräche mit Neubürgern, von denen er zu berichten wusste, den Fokus auf „die gute Infrastruktur der Stadt“. Dabei beleuchtete er besonders die Themen Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Bildung und Erziehung, sowie Politik für Ältere. Den Hemmschuh Haushaltssicherung sah von den Driesch als Schlüssel zu einer noch intensiveren Auseinandersetzung mit der Frage, „wie die Einnahmesituation unserer Stadt verbessert wird und welche Ausgabepositionen zur Aufrechterhaltung und zum Ausbau einer liebens- und lebenswerten Stadt tatsächlich notwendig“ seien.

„Abgewälzte Aufgaben“

Durch bereits erfolgte Einsparungen und das Konzept werde die Stadt bis zum Jahr 2016 „wieder auf einen grünen Zweig kommen“. Neben weiterhin bewusstem Umgang mit vorhandenen Mitteln und einer „von Bund und Land auf die Kommunen abgewälzten Aufgabenwelle“, die auch Kosten zur Folge habe, spielte dabei für den Ersten Bürger auch die Gewerbesteuer eine wichtige Rolle. Neben einer fast vollständigen Vermarktung des Gewerbeparks „Nordstern“ in Merkstein verwies von den Driesch auch auf von der Aachener Gesellschaft für Technologietransfer festgestellte Erfolge in Sachen Gewerbeflächenmanagement. „Größte Herausforderung bleibt nun, an neue Flächen zu gelangen, die wir als Gewerbeflächen erschließen können.“ Hightech und Handwerk gingen in seinen Augen Hand in Hand, um den Standort weiterhin attraktiv zu machen. Die nötige Stadtentwicklungspolitik machte er am Beispiel Kohlscheid fest, wo der Umbau in kommenden Jahren durch gezielten Erwerb von Schlüsselgrundstücken durch die Stadt Herzogenrath gelingen könne.

Die Bäderlandschaft mit einem sanierungsbedürftigen Bad in Kohlscheid, die Unterstützung von Neubauvorhaben nicht nur für junge Familien, sondern auch im Bereich des seniorengerechten Wohnens, oder der Neubau der städtischen Kita am Wasserturm – zwar mit verspätetem Einzugstermin und erhöhten Kosten – waren weitere Punkte auf der Liste. Nicht abgeschlossen sei die Entwicklung der Schullandschaft, wobei von den Driesch die regen Diskussionen um die neue Gesamtschule in Kohlscheid als „gutes Zeichen“ dafür ansah, dass eine neue Gesamtschule nicht nur ein Erfolgsprojekt sei, sondern auch infrastrukturelle Fragen aufwerfe. Die stellen sich auch zum Thema Inklusion, wobei sich der Verwaltungschef „mehr Klarheit über Qualitätsstandards und Finanzierungsmodelle“ wünschte. „Eltern müssen die Wahlfreiheit haben und selbst entscheiden dürfen, ob ihr behindertes Kind eine Regel- oder eine Förderschule besucht.“

Bevor das Kerkraads Symfonie Orkest unter Leitung von Manon Meijs Kompositionen von Strauss und Tschaikowsky hören ließ, hatte Christoph von den Driesch ein persönliche Worte im Köcher. „Gemeinsam haben wir viele schöne, aber auch manche schmerzliche Erlebnisse gehabt, gemeinsam haben wir aber auch an der Zukunft unserer Stadt gearbeitet“, wagte er einen kleinen Rückblick auf seine bisherige Amtszeit. Ungeachtet des Ergebnisses bat er die Menschen, von ihrem Wahlrecht am 12. Januar Gebrauch zu machen. „Ein Bürgermeister kann wie ein Stadtrat nur dann Interessen der Bürger stark vertreten, wenn er von diesen einen starken Rückhalt verspürt, der am deutlichsten durch eine starke Wahlbeteiligung wird.“

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