Herzogenrath - Roda-Schule kümmert sich um soziale Kompetenz

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Roda-Schule kümmert sich um soziale Kompetenz

Von: Andrea Thomas
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Andere Länder, andere Essgewo
Andere Länder, andere Essgewohnheiten: Gemeinsam lernte die Projektgruppe der Roda-Schule, wie man in der Türkei, auf den Philippinen und in Afrika lebt und isst. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Monique (8) ist ein Monster. Aber nur ganz kurz, fürs Foto und weil ihre Maske noch nicht fertig ist, denn eigentlich ist sie eine Prinzessin. So wie Patricia (9). Dennis (8) kann darüber nur grinsen, er wäre lieber so eine Art grün-gelber Superheld.

Stolz zeigen die drei ihre Entwürfe. Sie sind die Jüngsten in der bunt gemischten Projektgruppe, die im Werkraum der Roda-Schule mit viel Begeisterung Masken bastelt, um damit später in andere Rollen schlüpfen zu können.

Erfolgserlebnisse

„Miteinander Leben Lernen” - unter dieses neue und erweiterte Motto hat die Förderschule für geistige Entwicklung ihr Leitbild, an dem sie in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet hat, sowie ihre tägliche Arbeit gestellt. Ganz wichtig ist dabei das „Mitei-nander”. Ein erster Praxistest war es nun, diese drei Worte für die 180 Schülerinnen und Schüler in einer Projektwoche erlebbar zu machen.

Mit ihren Lehrern, Therapeuten und den jungen Betreuern, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst an der Schule leisten, haben die Kinder und Jugendlichen in ganz unterschiedlichen Angeboten miteinander gelebt und gelernt.

Die Klassen waren dafür an den Vormittagen aufgelöst. „Große arbeiten mit Kleinen, Starke mit Schwachen, und lernen sich dabei gegenseitig besser kennen. Das hat etwas von einer großen Familie”, sagt Schulleiter Thomas Kürten, dem gerade dieser Aspekt wichtig ist. Spaß macht es außerdem. Da merken die jüngeren Schüler beim Basteln und Werkeln, dass die Älteren auch nicht immer alles besser können (Lehrer eingeschlossen), und die größeren Schüler haben das Erfolgserlebnis, einem jüngeren Mitschüler helfen zu können.

Die Projektthemen waren vielfältig und lebensnah, die Schüler hatten sie gesetzt. Zwölf Angebote standen zur Verfügung, für die sich die Schülerinnen und Schüler eintragen konnten. In der fünftägigen Projektwoche wurde unter anderem gemeinsam Musik gemacht, gebastelt und getrommelt, getanzt und gezaubert. Eine Gruppe machte das deutsche Sportabzeichen (Disziplinen: Schwimmen, Laufen, Werfen, Springen und Wandern), eine andere besuchte das Rathaus und stellt ihre Schule im Foyer den Mitarbeitern und Besuchern vor. Eine aufregende Sache, die Mut verlangt und das Selbstbewusstsein der Schüler stärkt.

Mehr als nur Worte

Neben dem Spaß hatten alle Projekte immer auch einen Lerneffekt. Die Maskengruppe musste sich unter anderem in Sorgfalt und Geduld üben, in der Schmuckwerkstatt wurde gemessen und gezählt und die Feinmotorik trainiert. Für Helen, Jessica und Ahsem (alle 12) war allerdings gerade etwas ganz anderes wichtig: Lieber eine Kette oder Ohrringe? Einen Teil dürfen sie nämlich behalten. Der Rest ist für den Tag der offenen Tür bestimmt, an dem sie die Ergebnisse ihrer Projektwoche vorstellen und verkaufen wollen.

Im Angebot werden dann auch kleine Vogelfutterstellen aus Ton sein und Gerichte aus fernen Ländern. Eine Gruppe hat sich nämlich mit dem Leben und dem Essen in der Türkei, auf den Philippinen und in Afrika beschäftigt. Von überall dort gibt es Schüler an der Roda-Schule, die den anderen davon erzählen. Unterstützt von hilfreichen Müttern, probieren sie außerdem gemeinsam aus, wie afrikanische, türkische und philippinische Gerichte schmecken. Sogar das Fernsehen macht dann indirekt Station in der Roda-Schule, ein Projekt heißt „Schlag den Raab bzw. Lehrer”. Ein lustiger Wettstreit, für den die Gruppe sich Spiele überlegt, die sie später dem Rest der Schulgemeinschaft vorstellt. Schließlich ist neben dem Anbau auch der neue Schulhof bald fertig. „Da können dann auch wieder Kleine und Große gemeinsam Pause machen”, freut sich Schulleiter Thomas Kürten.

„Miteinander Leben Lernen” - nach der gemeinsamen Projektwoche sind das mehr als nur drei Worte.

Ergebnisse und Infos beim Tag der offenen Tür

Am Sonntag,4. Dezember, ist von 11 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür an der Roda-Schule Geilenkirchener Straße 33. Dann sind Eltern und Interessierte eingeladen, sich anzuschauen, was die Schüler in der Projektwoche einstudiert haben und sich über die Schule, ihr Angebot und ihr Leitbild zu informieren sowie einen Blick in den Neubau zu werfen.

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