Ritterlichen Gottesdienst auf Burg Rode feiern

Von: js
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Warten gespannt auf einen etwas anderen Gottesdienst in Herzogenrath: Wolfgang Röntgen, Bürgermeister Christoph von den Driesch, Norbert Schmahl mit Hund Snickers, Pfarrer Joachim Wehrenbrecht und Erster Beigeordneter Hubert Philippengracht. Foto: Johannes Schaffeldt

Herzogenrath. Auf Burg Rode gibt es am Sonntag, 19. Juni, ein Gipfeltreffen der besonderen Art: Die „G7“ des Nordkreises kommen zu einem großen Sommergottesdienst und Begegnungstag zusammen. Seit 2007 feiern die Gruppe der sieben evangelischen Gemeinden in Alsdorf, Baesweiler, Kohlscheid, Merkstein, Hoengen-Broichweiden, Setterich-Siersdorf und Würselen in einmal im Jahr einen gemeinsamen Gottesdienst.

Der Ort wechselt dabei von Jahr zu Jahr und die regulären Gemeindegottesdienste entfallen dafür. Nach Alsdorf im vergangenen Jahr freut sich Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch in diesem Jahr in der Rolle des Gastgebers zu sein. Das Kulturamt hat das Organisationsteam der Kirche bereits in der Vorbereitung unterstützt.

Pfarrer Joachim Wehrenbrecht ist dankbar für diese Unterstützung und mit dem Burghof einen „sehr schönen Platz“ gefunden zu haben. In dieser Kulisse lag es für die Organisatoren auf der Hand in Motto wie Tagesgestaltung Bezug auf die Burg und das Rittertum zu nehmen. Pfarrer Wehrenbrecht hat sich in der Planung die ritterlichen Tugenden angeschaut und ist sich sicher, dass diese auch noch heutzutage einen gewissen Wert haben.

Im Gottesdiensttheaterstück „The King’s Quest – suche, so wirst du finden“, tauchen diese Tugenden wieder auf und werden zu einer Erzählung über die Liebe zu Gott und den Menschen. Ein Experimentierfeld für neue Ansätze soll der Gottesdienst insgesamt sein, anstatt „streng an der Liturgie zu kleben“.

Das Theaterstück ersetzt die Predigt im traditionellen Gottesdienstablauf und anstelle der gewohnten Kirchenmusik wird die Jugendbad Muklas den Tag musikalisch begleiten. „Wir hoffen über die traditionelle Gottesdienstgemeinde hinaus Gemeindemitglieder und interessierte Bürger zu erreichen.“

Abseits des Gottesdienstes schlägt sich das ritterliche Motto auch im Rahmenprogramm nieder. So wird Heinz Wolke sich, Gemeindepädagoge aus Alsdorf, mit den Kindern und Jugendlichen Themenfeld Ritter kreativ annähern. Außerdem konnte die Johanniter-Unhilfe (JUH) als Kooperationspartner gewonnen werden.

Über die Aktivitäten der Sozialdienste, wie etwa das Essen auf Rädern und den Hausnotruf, können sich Interessierte an einem Informationsstand informieren. Außerdem werden kleine Gesundheitstests durchgeführt. Auf dem Vorplatz der Burg gastiert zudem die neue Rettungshundestaffel der Johanniter.

Norbert Schmahl, Leiter der Staffel, freut sich schon darauf das Können seines Hundes Snickers und der anderen vierbeinigen Lebensretter unter Beweis stellen zu können. Der Freiluftgottesdienst startet am Sonntag um 11 Uhr. Über das Wetter macht Pfarrer Wehrenbrecht sich keine Sorgen: „Dann sitzen wir da mit Regenschirm“, sagt er lachend.

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