Richtfest: Neue Kita Herz-Jesu wird aufgestockt

Von: Beatrix Oprée
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Gut behelmt: Mehr oder minder aufmerksam beobachteten die Kleinen, wie Architekt Bernd Matthiesen vom Dachstuhl aus ein Schnapsglas auf den Boden warf.

Herzogenrath. Die Kinder waren bestens vorbereitet: Ganze drei Tage hatten sie gebacken, um den offiziellen Gästen leckere Plätzchen in Form von Miniwerkzeugen anbieten zu können. „Wer will fleißige Handwerker sehen?“, sangen sie am Donnerstagnachmittag dann wohlbehelmt im Schatten des selbst geschmückten Richtkranzes:

Schon im kommenden August, so berichtet Kita-Leiterin Miriam Hinkelmann, sollen die Kleinen in den neuen Räumen des katholischen Kindergartens Herz-Jesu spielen können. Sehr zur Freude auch von Pastor Heinz Intrau: Eine Sanierung des 1970 errichteten bisherigen Kindergartens wäre einer Flickschusterei gleichgekommen, erläuterte er. Ein Neubau musste also her, der zunächst wiederum auf zwei Gruppen ausgerichtet war.

1,048 Millionen Euro waren dazu veranschlagt: Fast 400.000 Euro sollten aus der Kasse des Bistums fließen, 216.000 Euro das Land und die Stadt Herzogenrath beisteuern und 481.069 Euro die Pfarrei St. Willibrord selbst stemmen. Doch dann entwickelten sich die Bedarfszahlen nach oben, und es gab eine „Überraschung“, wie es der Pastor ausdrückte: Der Jugendhilfeausschuss genehmigte eine dritte Gruppe. Zunächst mit Blick auf die Flüchtlingssituation im vergangenen Jahr.

In die Planungen für die neue Kita am Herz-Jesu-Weg ließ sich der neue Bedarf leicht einbauen. Oder: „Wir haben die Gunst der Stunde geweckt“, wie Heinz Intrau es nennt. Mit 408.000 Euro schlägt der Bau des ergänzenden Raums zu Buche, eine Summe, die sich Land (238.398 Euro) und Stadt (170.000 Euro) untereinander aufteilen. Die Stadt übernimmt zudem den zwölfprozentigen Trägeranteil an den Betriebskosten für die zusätzliche Gruppe.

Sein ausdrücklicher Dank galt Verwaltungsleiterin Karin Franken, die etwas „Terrierhaftes“ an sich habe, wenn es darum gehe, das Beste für die Pfarre herauszuholen: „Wenn sie sich an einem Thema festgebissen hat, lässt sie nicht mehr los!“ Allzu tiefe Bisswunden habe die engagierte Pfarrei-Koordinatorin bei der Verwaltung allerdings nicht hinterlassen, stellte Bürgermeister Christoph von den Driesch mit Blick auf die wieder wachsenden Geburtenraten auch klar, dass für die Stadt Handlungsbedarf bestehe.

Herzogenrath-Mitte würde mit dem Neubau in Herz-Jesu nun als versorgt betrachtet, in Merkstein und Kohlscheid könnten die neuesten Zahlen – die in unserer Zeitung bereits vorgestellt wurden und mit denen sich der Jugendhilfeausschuss in seiner kommenden Sitzung beschäftigen wird – jedoch Engpässe bedeuten.

Dass beim Bau nichts mehr schief gehen kann, dafür sorgte Architekt Bernd Matthiesen: In Vertretung für den Zimmermann ließ er gemäß Tradition ein Schnapsglas vom Dachstuhl aus auf dem Betonboden zerspringen.

Noch mehr wird sich tun in Sachen Bau auf dem Gelände der Pfarre: Der alte Kita-/Pfarrheimbau wird abgerissen, ein stattlicher Grundstücksstreifen an der Geilenkirchener Straße ist veräußert worden, zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 20 Wohneinheiten werden dort neu entstehen und zudem eine Bäckerei einziehen.

Hinter dem Kita-Rohbau in Richtung Rue de Plérin wird die Pfarre selbst einen Komplex mit sieben Eigentumswohnungen und zehn Mietwohnungen, allesamt barrierefrei, errichten. Das Pfarrhaus neben der Kirche wird zum neuen Begegnungszentrum aufgerüstet. Der regionale Caritasverband, so erläutert Karin Franken, überlege zudem, dort Beratungsbüros einzurichten.

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