Richtfest des Seniorenparks an Kesselsgracht

Von: ehg
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Richtfest für den neuen Senio
Richtfest für den neuen Seniorenpark: (v.l.): Zimmermann Peter Kapellen, Bürgermeister Arno Nelles, Einrichtungsleiter Michael Kolle, Martin Niggehoff (Geschäftsführer carpe Diem) und Prof. Kurt Dorn. Foto: Sevenich

Würselen. Aus luftiger Höhe grüßt der Richtkranz vom mehr als nur im Rohbau fertiggestellten Carpe-Diem-Seniorenpark am Dreiecksplatz an der Elchenrather Straße/Kesselsgracht. Trotz der Unbilden des Sturmtiefs Joachim wurde er hoch gehievt. Nach altem Handwerksbrauch verlas Zimmermann Peter Kapellen den Richtspruch.

Um dem Bedürfnis älterer Menschen „herbstlich noch ein Heim zu finden mit ein wenig Sonnenschein” gerecht zu werden, habe man „dieses Heim gebaut.”

Frohe helle Hoffnung habend, wünschen wir im Voraus einen schönen Lebensabend.” Dass sich dieser Wunsch im vollen Maße mit „Herrgotts Hilf” erfülle, darauf leerte der Zimmermann sein Glas, um es anschließend auf den Boden zu schmettern. „Jeder Splitter mög dann auch recht viel Glück dem Haus noch bringen!” Angestoßen wurde anschließend im Trockenen auf das viergeschossige Bauwerk, das den Dreiecksplatz von der Kesselsgracht her einfasst.

Integratives Leben im Alter

„Alles, was man sich vorstellt, wenn man von integrativem Leben im Alter spricht, wird hier verwirklicht”, begrüßte Professor Kurt Dorn als Vertreter des Bauherrn, der Soleo GmbH Kaarst, zum Richtfest auch eine Reihe von Gästen, die am 1. April 2012 im Carpe Diem-Seniorenpark ein altersgerechtes neues Zuhause finden werden. Vor rund einem Jahr war das Bauwerk zum Leben erweckt worden, im April erfolgte der erste Spatenstich. Wegen der Grubenschäden wurden Pfähle ins Erdreich versenkt, um die Gründung des Gebäudes vorzubereiten.

„Trotz der vielen Technik ist Bauen immer noch Handarbeit”, unterstrich der gelernte Zimmermann Professor Dorn. Für die Dimension des Gebäudekomplexes ließ er ein paar Zahlen sprechen: 2400 Kubikmeter Beton und 230 Tonnen Stahlen wurden verbaut. 2000 Quadratmeter Wärmedämmung wurden verklebt, 45 Kilometer Kabel verlegt und 8000 Meter Heizungs- und Wasserrohre installiert.

Dank sagte Dorn dem Geschäftsführer des Gersdorfer Baumanagement (GBG), Uwe Schmidt, dem Repräsentanten des Generalunternehmers, und Bauleiter Bernd Schumacher für deren zügige Arbeit. In seinen Dank schloss er auch die Stadt Würselen für eine gute Zusammenarbeit ein. Dem Projekt, dessen Realisierung „voll” in der Zeit liegt, wünschte Dorn ein weiteres gutes Gelingen.

Für den Betreiber des Seniorenparks, Carpe Diem, meldete sich Geschäftsführer Martin Niggehoff, zu Wort. Das 1998 gegründete Familienunternehmen, das heute seinen Sitz in Wermelskirchen hat, betreibe mittlerweile 14 Seniorenparks nach der Maxime „so viel Selbstständigkeit wie möglich, bei so viel Betreuung und Pflege, wie nötig”. Am 1. April werde in Würselen die 15. Einrichtung eröffnet, die Michael Kolle leiten wird. Die Carpe-Diem-Seniorenparks verstünden sich als öffentliche Einrichtungen, „die integrierter Bestandteil des jeweiligen kommunalen Lebens sind und so den Bewohnern ein lebendiges Wohnumfeld bieten”.

Der Würselener Seniorenpark besteht aus einem stationären Bereich (inklusive eingestreuter Kurzzeitpflege) mit 90 Pflegeplätzen in Einzelzimmern in acht Wohngruppen, einem ambulanten Pflegedienst, 21 Tagespflegeplätze, 47 betreuten Wohnungen mit 51 bis 110 Quadratmetern für Ein- oder Zwei-Personenhaushalte, von denen derzeit nur noch 20 frei sind. Dazu verfügt der Park über eigene Küche, Wäscherei sowie Freizeit-, Therapie- und Gymnastikräume. Das Herzstück ist - so Geschäftsführer Niggehoff - das öffentliche Café-Restaurant „Vier Jahreszeiten”. Darüber soll der Kontakt zur Umgebung hergestellt werden.

80 neue Arbeitsplätze

Die Stadt Würselen dürfe sich neben der Verbesserung des Pflege- und Betreuungsangebots über bis zu 80 neue Arbeitsplätze in Vollzeit freuen. Es werden nicht nur Pflegekräfte gesucht, sondern auch in den Bereichen Verwaltung, Hauswirtschaft und Küche werden neue Jobs und auch Ausbildungsplätze geschaffen.

„Es ist an dieser Stelle Realität geworden, was wir uns als Stadt vorgestellt haben”, freute sich Bürgermeister Arno Nelles, ab dem 1. April 2012 stadtkernnah eine derartige Einrichtung „vorhalten” zu können. „Eine runde Sache ist entstanden”, attestierte Nelles dem Bauherrn, aber auch dem künftigen Betreiber. Das Recker-Gelände werde durch den Seniorenpark hervorragend mit Leben erfüllt. Nelles bedankte sich bei allen, die das große Projekt in Rekordzeit Wirklichkeit werden ließen. Glück wünschte er für die weitere Arbeit in der Zukunft.

Nach dem offiziellen Teil bot sich für die Gäste gemäß dem Firmenmotto „carpe diem” (Nutze den Tag) Gelegenheit, sich über den Neubau und die spezifischen Angebote der neuen Einrichtung zu informieren.
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