Richter schickt Messerstecher in Haft

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Aachen/Würselen. Vier Jahre und sechs Monate Haft kassierte der 25-jährige Ismet Ö. aus Würselen, der am 15. November nachts vor einem Gastronomiebetrieb im Zentrum Würselens einen 19-Jährigen nach einer vorausgegangenen Schlägerei niedergestochen hatte. Der junge Mann überlebte nach einer Notoperation.

Ismet Ö. hatte mit seinem Verteidiger Dirk Bach eine Notwehrsituation geltend gemacht und einen Freispruch gefordert. Das Aachen Schwurgericht (Vorsitz Richter Gerd Nohl) folgte zwar der Einschätzung, dass der Angeklagte bei der gewalttätigen Auseinandersetzung mit drei „dunkelhäutigen” Gegnern des nachts in arge Bedrängnis geriet. „Ja, es war eine Notwehrlage”, bestätigte Nohl in der Urteilsverkündung.

„Der mit Wucht ausgeführte Messerstich lag allerdings außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit und war unangemessen”, begründete er die Verurteilung des Täters. Staatsanwalt Oliver d´Avis hatte in seinem Plädoyer fünf Jahre Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gefordert, die Kammer folgte dem und milderte das Strafmaß wegen des Geständnisses und des unübersichtlichen Geschehensablaufs auf viereinhalb Jahre.
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