Rhenania Würselen fühlt sich außen vor gelassen

Von: -ks-
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Nicht hinreichend berücksichtigt: Rhenania Würselen – hier das Stadion – will von der Stadt angehört werden. Foto: Karl Stüber

Würselen. „Die Rhenania fühlt sich außen vor gelassen.“ So lautet der Titel einer Erklärung, die der Verein mit Blick auf das Vorgehen des VfR Würselen in Sachen Trainingsplätze an der Krottstraße, die der neuen Gesamtschule weichen sollen, öffentlich gemacht hat.

Die Rhenanen beziehen sich dabei auf unseren Beitrag „VfR Würselen und Rhenania sind sich nicht einig“. Hier werde, so die Erklärung von SV Rhenania 05 Würselen, der Eindruck erweckt, dass nur der VfR Würselen die Haushaltslage der Stadt Würselen kennt und die Umwandlung des Rasenplatzes Drischfeld in einen Kunstrasenplatz die kostengünstigste Variante darstellt.

Dabei treffe der Vorsitzende des VfR sogar die Aussage, dass „mit dieser Variante alle Stunden, welche die Vereine VfR und Rhenania benötigen, abgedeckt sind“.

Auf Ratsbeschluss vertraut

Rhenania Würselen ist einerseits über die oben angeführte Aussagen erstaunt und hält sie für falsch, andererseits ist der Verein enttäuscht, dass Vertreter der Ratsfraktionen und der Technische Beigeordnete Till von Hoegen ein Gespräch mit dem VfR geführt haben.

Die Rhenania habe vielmehr auf den Beschluss des Rates vom 29. September vertraut, nach dem Rat, Sportausschuss, Verwaltung, Stadtsportverband und die betroffenen Vereine bis zum 8. Dezember ein Konzept für die Ersatzspielflächen erarbeiten sollen. Durch diesen Beschluss war nach Auffassung der Rhenania der zu Beginn der Ratssitzung durch den VfR gestellte Antrag, seine Überlegungen vortragen zu können, erfüllt und somit für ein Einzelgespräch kein Raum mehr.

Seit Wochen warte die Rhenania nun auf eine Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch, in dem eine einvernehmliche Lösung über Ersatzspielflächen erarbeitet werden soll. Dabei habe der Verein die Hoffnung gehegt, dass Rat und Verwaltung einen Vorschlag unterbreiten, der Grundlage für die weitere Diskussion sein wird. Es wird daran erinnert, dass Rat und Verwaltung auf Ressourcen des Sports zurückgreifen, um einen Standort für die Gesamtschule zu erhalten.

Somit sollte es auch vornehmlich ihre Aufgabe sein, unter Berücksichtigung der beschlossenen Sportentwicklungsplanung einen realisierbaren Vorschlag zu unterbreiten. Seltsam ist laut Rhenania, dass auf Antrag von SPD und CDU im Fachausschuss über die Neugestaltung der Sportanlagen im Stadtteil Broichweiden diskutiert wird, ohne dass die Einbindung in eine gesamtstädtische Sportplanung ersichtlich ist.

In Vorbereitung des Gespräches habe der Vorstand der Rhenania am 12. Oktober einen Beschluss gefasst. Dieser Beschluss sei als Beratungsgrundlage zu verstehen und stelle keine abschließende Meinung dar. Das Anliegen des Vereins ziele darauf ab, das Bestehende zu bewahren bzw. entsprechenden Ersatz zu schaffen.

Der Beschluss: „Der erweiterte Vorstand beauftragt die Vertreter des Vereins im Erörterungsgespräch mit Rat, Verwaltung und Stadtsportverband folgenden Vorschlag zu unterbreiten bzw. als Forderung zu stellen: Die Sportanlage Lindenplatz soll auf Dauer als Rasensportplatz mit Flutlicht und Tribüne erhalten bleiben.

Hoffen auf ein Gespräch

Als Ersatz für die durch den Bau der Gesamtschule an der Krottstraße fortfallende Trainingsmöglichkeit stellt die Stadt der Rhenania einen Kunstrasenplatz mit Umkleidemöglichkeit und Flutlicht hinter dem Freizeitbad Aquana zur Verfügung. Hierdurch soll die nach der vom Rat der Stadt beschlossenen Sportentwicklungsplanung bestehende Unterversorgung mit Sportplätzen gemindert und eine ganzjährige Nutzbarkeit gesichert werden.“

Kritisch merkt die Rhenania Richtung VfR an: „Was würde der Verein für einen Aufschrei tätigen, wenn die Rhenania ihrerseits die Umwandlung des Rasenplatzes Lindenplatz in einen Kunstrasen propagiert und die Trainingsmöglichkeiten für beide Vereine als ausreichend betrachtet? Die finanziellen Auswirkungen würden überschlägig gleich sein.“

Die Rhenania hoffe weiter auf ein gemeinsames Gespräch im Sinne des Ratsbeschlusses unter Berücksichtigung der sportlichen Notwendigkeiten.

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