Würselen - „Restcent“: Mitarbeiter vom Rhein-Maas-Klinikum helfen Kollegin

„Restcent“: Mitarbeiter vom Rhein-Maas-Klinikum helfen Kollegin

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Unendlich dankbar über die Unterstützung durch ihre Kollegen: Astrid Lepey. Foto: Thomas Jansen

Würselen. „Von einem Tag auf den anderen änderte sich alles für mich.“ Astrid Lepey, seit 26 Mitarbeiterin im Rhein-Maas-Klinikum, verlor im letzten Jahr plötzlich ihren Ehemann. Seitdem versorgt sie ihre beiden Kinder alleine. Eines ihrer Kinder benötigt dauerhafte Unterstützung, da es gesundheitlich eingeschränkt ist. „Auf der Betriebsversammlung, wo wir über die Vergabe des Restcents abstimmen, wurde nicht lange gefackelt. Nach der Vorstellung des Schicksalsschlages von Frau Lepey, wurde sofort einstimmig beschlossen, dass der Restcent in diesem Jahr an sie gehen wird“, erklärt André Alzer, Vorsitzender des Betriebsrates des Würselener Krankenhauses.

Das Rhein-Maas-Klinikum unterstützt seine Mitarbeiterin mit einer Summe in Höhe von 4000 Euro. Das Geld stammt aus der Aktion Restcent. Der Restcent ist der Teil des Lohnes, der auf der monatlichen Gehaltsabrechnung hinter dem Komma steht. Auf diesen wird freiwillig von den Mitarbeitern verzichtet. „Damit zeigen wir, dass wir einander helfen und auch mit kleinen Beträgen eines jeden Mitarbeiters eine große Stütze sein können“, sagt René A. Bostelaar, Geschäftsführer des Rhein-Maas-Klinikums (RMK). Jedes Jahr spendet das RMK mit der Aktion Restcent Geld für einen guten Zweck.

Seit 1999 kamen auf diese Art aus dem ehemaligen Kreiskrankenhaus Marienhöhe und ab 2001 dem Medizinischen Zentrum Städteregion Aachen, nach der Fusion mit dem Knappschaftskrankenhaus Bardenberg, über 70.000 Euro an Spenden der Mitarbeiter zusammen. 2016 wurde das Geld einem Hinterbliebenen des Brüsseler Flughafenanschlags zuteil. 2015 ging der Restcent an Autistin Lisa, der ein Labrador im Alltag hilft. 2014 erhielt Unfallchirurg Dr. Ghazi Ashqar den Geldbetrag, mit dem er in seiner alten Heimat Gaza als Mediziner in seinem Urlaub humanitäre Hilfe leistete. Und 2013 unterstützte das Krankenhaus Fatima Ghmir-Nasri, die während ihrer Schwangerschaft schwer an Multipler Sklerose erkrankte.

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