„Restcent“ für die Hilfe in Gaza: 4000 Eruro für Hilfe in Gaza

Letzte Aktualisierung:
9127682.jpg
Stolz auf die Summe: Ghazi Ashqar (Mitte), Oberarzt am MZ, erhielt den Scheck von Betriebsratsmitglied Melek Dincel und Professor Dr. Christoph Kosinski, Ärztlicher Direktor des MZ. Foto: Krüsmann

Würselen. Kaum Ärzte, wenig Medikamente und nicht genügend Narkosemittel für die Kriegsverletzten – all das verschärft für etliche Opfer die prekäre Lage im Gazastreifen. Die Mitarbeiter des Medizinischen Zentrums Aachen haben jetzt den „Restcent“ ihres Gehaltes gespendet, aufgerundet kamen dabei 4000 Euro für humanitäre Hilfe vor Ort zusammen.

MZ-Oberarzt Ghazi Ashqar der während eines Urlaubs im August in seine Heimat Gaza geflogen war dort mehr als 150 Menschen unter medizinisch katastrophalen Umständen versorgt hatte, will das Geld bei seinem nächsten Besuch vor Ort einsetzen. Im Januar will Ashqar wieder fliegen. Ashqar: „Mit der Spende werde ich dringend notwendiges Naht- und Verbandsmaterial nach Gaza bringen, denn das ist Mangelware trotz täglicher Amputationen in den Krankenhäusern. Neben der Summe spendet das MZ zusätzlich Instrumente, wie Pinzetten, Scheren oder Skalpelle für Ashqars nächsten Hilfseinsatz. „Für sein herausragendes Engagement bedanken wir uns. Wir schenken ihm eine Woche Sonderurlaub, damit er neben seiner humanitären Hilfe ein paar ruhige Tage mit seiner Familie verbringen kann“, sagte René A. Bostelaar, Geschäftsführer des MZ, bei der Spendenübergabe.

Spendenfroh seit 18 Jahren

Seit 18 Jahren spenden die MZ-Mitarbeiter den Restcent ihres Gehaltes. „Ich freue mich, dass in diesem Jahr der gesamte Betrag für Menschen ins kriegsgebeutelte Gaza geht. Zu Menschen, die sich Gesundheit und Frieden wünschen“, zeigte sich der ärztliche Direktor, Professor Dr. Christoph Kosinski, bei der Scheck-Übergabe beeindruckt.

Langfristig werden die jährliche Spende der MZ-Mitarbeiter und weitere Spenden für den Kauf eines Computertomographie-Gerätes eingesetzt. Derzeit gebe es nur ein funktionsfähiges CT im gesamten Gaza-Streifen für insgesamt 1,8 Millionen Menschen, sagt Ashqar. Techniker zur fachgerechten Wartung der Geräte gebe es nicht. Mit der Computertomographie werden Querschnittbilder von Körperregionen erzeugt.

Das Untersuchungsverfahren ermöglicht einen genauen Blick in den Körper, ohne Operation. Bei der Diagnose von komplizierten Brüchen spielt die CT eine wichtige Rolle.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert