Restaurierte Lore ist ein „Schmuckstück”

Von: rp
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Enthüllung: Hendrik Schmitz,
Enthüllung: Hendrik Schmitz, Toni André, Helmut Brandt, Heinrich Plum, Hubert Herpers, Manfred Aretz, Lars Zander, Arndt Bellefroid, und Roland Krichel (v.l.) freuen sich über die erneuerte Lore. Foto: W. Sevenich

Alsdorf. Vor 50 Jahren wurde die Grube Maria in Mariadorf geschlossen. Diesen Anlass griffen der Bürgerverein Mariadorf sowie die Sparkasse in Mariadorf auf, um bei einem Bürgerfest der langjährigen Verbundenheit mit der Bergbautradition zu gedenken.

In diesem Rahmen wurde auch die vom Bürgerverein restaurierte Lore, möglich gemacht durch Unterstützung der Bank, übergeben.

Vorsitzender Lars Zander vom Bürgerverein Mariadorf erklärte, die Arbeiten zur Restaurierung der Lore mit Freude gemacht zu haben. Er wies darauf hin, dass die jetzt restaurierte Lore in den 1980er Jahren Peter Dzinga hier installiert habe. Er dankte einigen Mitgliedern des Bürgervereins für die geleistete Arbeit. Hierbei schloss er besonders das 90-jährige Ehrenmitglied Maria Herbst, die Ehefrau des Gründers des Mariadorfer Bürgervereins, Franz Herbst, sowie Brigitte Zander mit ein, die die Bautruppe versorgt hatten.

Unter musikalischer Begleitung durch den MGV Broicher Siedlung mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Bergmann Glück-Auf” wurde die Lore feierlich enthüllt. Darauf steht der Schriftzug: „Der letzte Wagen wurde ich genannt. Aus dem Dunkel der Tiefe ward ich gesandt, Euch Licht zu verheißen im neuen Land.”

Arndt Bellefroid, Geschäftsstellenleiter Mariadorf, dankte dem Verein, der durch seine Arbeit die Lore zu einem „echten Schmuckstück gemacht” habe. Dem Lob schloss sich der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Plum an. Was mit dem Förderschacht 1 begonnen habe, sei im Laufe der Jahre ein pulsierendes Herz für den Stadtteil Mariadorf, ein Wirtschaftszentrum, das vielen Menschen Arbeit gab, geworden. „Der Bergbau prägte und ernährte Mariadorf und die heutige Stadt Alsdorf”, erklärte Plum, der sich darüber freute, dass der Bürgerverein Mariadorf den 50. Jahrestag der Schließung zum Anlass genommen habe, an die ruhmreiche und so wichtige Bergbautradition zu erinnern.

Zu dem regen Treiben in der Gaußstraße begrüßte Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, die Besucher, darunter der stellvertretende Bürgermeister Roland Krichel, Helmut Brandt (MdB) sowie Landtagsabgeordneter Hendrik Schmitz.

Herpers skizzierte die Mariadorfer Bergbautradition, von den erfolgreichen Probebohrungen 1848 in einem kleinen Waldgebiet bei Hoengen bis zur Schließung der Grube Maria am 30. September 1962. Niemand habe damals geahnt, dass sich daraus 114 Jahre Bergbaugeschichte entwickeln würden. Während dieser Zeit sei der Bergbau sowohl von einer Blütezeit getragen, von Katastrophen heimgesucht als auch von den heftigen wirtschaftlichen Krisen geschüttelt worden. Tausende Menschen hätten Höhen und Tiefen erlebt und bei der Schließung der Grube vor 50 Jahren viele Familien ihre Existenz in Gefahr gesehen. Es sei ein Glück gewesen, dass die meisten Bergleute letztlich in den benachbarten Gruben wieder Arbeit fanden.

Mit auf die Veranstaltung bezogenen Gedichten durch Toni André, Beiträgen des Mariadorfer Frauensingkreises und dem Schlusswort durch Arndt Belle-froid endete die Feierstunde, bevor man zum Frühschoppen unter den Klängen der Boicher Brassband Mariadorf und Darbietungen durch den Luftballonkünstler „Magic Peter” überging.
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