Respekt vor den beiden steilen Steigungen

Von: Daniel Gerhards
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Und los: Die Favoriten versuchen schon gleich beim Start, sich in eine möglichst günstige Position zu bringen. Foto: Daniel Gerhards

Alsdorf. Gebannte Ruhe: Noch wenige Sekunden, dann geht es los. Mehr als 400 Läufer warten an der Linie. Dann fällt der Startschuss. Die Anspannung entlädt sich in tausenden Schritten, die im Stakkato auf den Asphalt trommeln und die Straße beinahe zum beben bringen.

Jetzt gilt es für die Favoriten, eine gute Position zu ergattern. Für alle anderen heißt es, den richtigen Rhythmus finden. Denn der Broichbachtal-Lauf des Lauftreffs Alsdorf-Ost und des Stadtsportverbands Alsdorf hat es in sich. Auf der großen Schleife über zehn Kilometer warten zwei knackige Anstiege auf die Sportler.

„Die ganze Strecke geht durch die Natur. Dazu müssen die Läufer die Kellersberger Schlucht hoch und eine Steigung an der Broicher Mühle bewältigen”, erklärt der Vorsitzende des Lauftreffs, Günter Durst. In der Kellersberger Schlucht überwinden die Sportler auf dem 600 Meter langen Anstieg 27 Höhenmeter.

Wenn die Läufer den Anstieg, der schon nach einem Kilometer wartet, geschafft haben, laufen sie rund um den Weiher und das Kellersberger Forsthaus mitten durchs Grüne. „Das ist ein schöner Anreiz für die Teilnehmer”, sagt Günter Durst.

Beim 23. Broichbachtal-Lauf starteten am gestrigen Ostermontag mehr als 400 Läufer beim Volkslauf über zehn Kilometer und beim Jedermann-Lauf über fünf Kilometer. Walker und Wanderer konnten ihre Ausdauer auf der großen Schleife über zehn Kilometer unter Beweis stellen. Nach dem verschneiten Lauf im vergangenen Jahr ist Günter Durst diesmal mit der Teilnehmerzahl „sehr zufrieden”.

Vor dem Start haben die Läufer noch gehörigen Respekt vor den Steigungen, die im Broichbachtal auf sie warten. „Die Kellersberger Schlucht hat es schon in sich”, sagt Günter Schmalen, der für den Baesweiler Lauftreff am Start ist. „Man ist immer froh, wenn man die Steigung hinter sich hat. Danach kann man so richtig Gas geben.”

Für den Läufer aus Baesweiler ist der Broichbachtal-Lauf ein Saison-Highlight. „Für mich ist das ein richtiger Volldampf-Zehner. Das ist für uns schon Tradition. Am Ostermontag laufen wir durchs Broichbachtal”, sagt Schmalen.

Eine halbe Stunde nach dem Startschuss warten Zeitnehmer und Organisatoren schon ungeduldig auf die schnellsten Läufer. Ein wenig Ungewissheit macht sich bei den Helfern breit: Funktioniert die Technik für die Zeitnahme? War die Strecke gut abgesperrt und ausgewiesen? Aber einer bleibt gelassen: „Die kommen jetzt gleich. Keine Sorge”, sagt Günter Durst ruhig.

Wenig später biegt schon der erste auf die Zielgerade am Gymnasium ein. Respektable 35:08 Minuten braucht Markus Breuer aus Rohren für die Zehn-Kilometer-Strecke. Bei den Damen ist Claudia Leschnik von den Sportsfreunden Alsdorf die schnellste. Mit 38:55 Minuten lässt sie alle Läuferinnen hinter sich. „Die Strecke war schon anspruchsvoll”, sagt Leschnik noch etwas außer Puste, „aber ich bin zufrieden, es lief richtig gut.”

Nach dem Zieldurchlauf fachsimpeln die Läufer noch lange am Verpflegungsstand. Denn der Broichbachtal-Lauf ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch Gelegenheit, sich auszutauschen. Günter Schmalen: „Hier lernt man viele Leute kennen und trifft alte Bekannte.”
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