Rentenfragen stehen bei der IG BCE Merkstein im Fokus

Von: fs
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Herzogenrath. Die IG BCE Ortsgruppe Merkstein hatte zur Bildungsveranstaltung ins Hotel-Restaurant Stemper eingeladen. Als Experten begrüßte Vorsitzender Bulkan Ersoy den ehemaligen Renten-Dezernats-Leiter der Knappschaft Bochum, Wolfgang Störmann.

Er referierte zum „Aktuellen Rentenpaket 1.7.2014“. Zunächst blickte er zurück auf125 Jahre gesetzliche Rente: Es begann mit der Kaiserlichen Botschaft 1881, 1889 gab es das Gesetz der Invaliditäts- und Altersversorgung, 1891 wurden die ersten Altersrenten gezahlt, der Rentner musste 70 Jahre alt sein, erst 1916 sinkt die Altersgrenze auf 65 Jahre.

1986 folgte die Einführung der Kindererziehungszeiten und Neuordnung der Hinterbliebenenrente. 2007 wurde die Altersgrenze auf das 67. Lebensjahr angehoben. Das Rentenpaket 2014 berücksichtige Verbesserungen für Kindererziehungszeiten für Geburten vor 1992 sowie die Einführung der abschlagfreien Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren.

Rechenmodelle

Beim Thema Mütterrente beruhigte der Referent viele Fragensteller: Frauen, die einst eine Beitragserstattung nach ihrer Heirat in Anspruch genommen haben, könnten – wenn die rentenrechtlich 60 Monate auf dem Konto seien, mit 65 Jahren Mütterrente beantragen.

1. Beispiel: Vor 1992 geborene drei Kinder ergaben 36 Anspruchsmonate, ab dem 1. Juli 2014 sind es 72 Beitragsmonate = Rente.

2. Beispiel: Vor 1992 geborene zwei Kinder machten 24 Beitragsmonate, nach neuem Recht sind es 48 Monate. Es fehlen noch 12 Monate an Beiträgen. Diese könnten durch eine Nachzahlung 12x85,05 = 1020,60 Euro ausgeglichen werden.

Hilfe könne man erhalten bei der Rentenversicherung DRV Bund, LVA, KBS Bergheim oder dem Rentenamt der Stadt beziehungsweise dem Versicherungsältesten.

Von großem Interesse war auch die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahre bei 45 Versicherungsjahren: Ab dem 1. Juli 2014 sei die Vollendung von 63 Lebensjahren ausreichend, um die Altersrente zu erzielen. Diese Altersgrenze gilt nur bis zum Geburtsjahrgang 1952. Versicherte die von 1953 bis 1963 geboren sind wird die Altersgrenze in Zwei-Monats-Schritten stufenweise angehoben, erklärte der Referent.

Thema Erwerbsminderung: Bei Eintritt werde mit der Zurechnungszeit so verfahren, als ob man bis zum 62. Lebensjahr weiter gearbeitet hätte. Die alte Zurechnungszeit vor der Reform endete mit 60 Jahren. Die Neuregelung gelte für Fälle ab 1. Juli 2014.

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