Rektoren melden sich zu Wort

Von: -ks-
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Würselen. Mit Beschluss zum Auslaufen der Hauptschule in zwei Jahren wurde diese Form des Schulabschlusses für neu Einzuschulende nicht mehr in Würselen angeboten, rief Erster Beigeordneter Werner Birmanns bei der Bürgerinformationsversammlung zur Gesamtschule Würselen in Erinnerung.

Schon seit Jahren werden auf Grund mangelnder Nachfrage keine Schüler mehr an der GHS Lehnstraße aufgenommen. Dort werden derzeit noch zwei neunte und zwei zehnte Klassen unterrichtet. Mit Einführung der Gesamtschule wird auch der Hauptschulabschluss wieder in Würselen möglich, sagte Birmanns. Zudem erfreut sich die Schulform Gesamtschule seit Jahren eines regen Zuspruchs – was bislang zum Abwandern von Schülern in andere Gesamtschulen in Nachbarstätten geführt hat Die Rede war von derzeit 80 bis 100 Schülern. „Wir haben jetzt mit dem Standort der neuen Gesamtschule Würselen vielleicht auf Jahre die letzte große und weitreichende schulpolitische Entscheidung zu treffen“, sagte Birmanns.

Kämmerer Ludwig Bremen führte unter anderem aus: Die Ertüchtigung der Realschule an der Tittelsstraße wird mit 22,9 Millionen veranschlagt, mit Turnhalle 25,98 Millionen Euro. Der Neubau der Gesamtschule dürfte an der Krottstraße 32,3 Millionen kosten, neben dem Freizeitbad Aquana jenseits der K 30 (Willy-Brandt-Ring) und der dann notwendigen Brücke über die vielbefahrene Straße rund 34 Millionen Euro.

Danach gefragt, um welchen Betrag letztlich die Grundsteuern erhöht werden müssten, um durch die Bürgerschaft die Baumaßnahmen für die Gesamtschule (mit)finanzieren zu können, machte die Verwaltung keine Angaben.

Lorenz Hellmann, Leiter der auslaufenden Realschule an der Tittelsstraße, legte sich angesichts der teilweise recht alten Gebäudeteile seiner Einrichtung fest: „Ich kann nur zu einem Neubau raten!“ Derzeit zähle die Realschule noch 620 Schüler. Er habe sich angesichts der angedachten Umbaumaßnahmen und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Schulbetrieb erschrocken. Zudem verwies Hellman auf die einzige Zufahrtsstraße zum Schulstandort, die bereits jetzt mit Blick auf das mittlerweile entstandene Neubaugebiet zu den üblichen Stoßzeiten oft mit Staus verstopft sei.

Lydia Becker-Jax, Leiterin des städtischen Gymnasiums, sagte, dass vieles für einen Neubau der Gesamtschule spreche, und votierte für einen gleichzeitigen Bau einer Turnhalle dort – im Sinne der gesamten Schullandschaft in Würselen. „Wir haben zu wenig Hallen in der Stadt, um den Sportunterricht abdecken zu können.“ Sie zeigte sich mit der Diskussion und dem Ergebnis unzufrieden. Mit vorrangig vorgetragenen Kostenüberlegungen könne man dem Thema nicht gerecht werden. Zudem erinnerte Becker-Jax an den hohen Investitionsbedarf am Gymnasium. In der Diskussion waren verschiedene Summen zu hören: 10, 16 Millionen und mehr. Ein Bürger gab zu Bedenken, dass ein Neubau des Gymnasiums da doch sinnvoller sei.

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