Rektor Paul Kuck in den Ruhestand verabschiedet

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
Paul Kuck
Den Ruhestand eingeläutet: Rektor Paul Kuck bei seiner Verabschiedung. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Rektor Paul Kuck, der gut 65 Jahre alte Kapitän, verließ als Letzter das sinkende Hauptschulschiff. Einerseits freute er sich auf den Ruhestand. Andererseits empfand er einen gewissen Abschiedsschmerz, als er den Schulschlüssel wieder in die Hände von Bürgermeister Arno Nelles, des Repräsentanten des Schulträgers, zurücklegte.

Für den Scheidenden war es ein Beleg dafür, dass er seinen Beruf als Lehrer und sein Amt als Schulleiter gerne ausgeübt habe. Angesichts dieses „Befundes“ nahm er den Abschiedsschmerz gerne in Kauf. Zu Ende ging das 40. Jahr seiner schulischen Arbeit, zunächst in der Hauptschule (HS) Helleter Feldchen und seit 1999 an der HS Lehnstraße.

Am 30. Dezember 1951 in Aachen geboren, ist der bei Schülern und Eltern gleichermaßen beliebte Pädagoge im Handballdorf Weiden aufgewachsen. Nach dem Studium erst an der RWTH Aachen und dann an der Pädagogischen Hochschule in Aachen an, das er mit dem ersten Staatsexamen abschloss, war er Referendar er an seiner Heimatschule in Helleter Feldchen bei bei Mentor Josef Dahmen, der ihn dort auch schon in den ersten Schuljahren unterrichtet hatte.

Seine erste Lehrerstelle trat Kuck („Aller Anfang ist schwer!“) an der Hauptschule in Birkesdorf an. 1980 kehrte er nach „Helleter Feldchen“ zurück, wo er von 1992 bis 1998 die „Nebenstelle“ der Hauptschule Würselen – aus drei war mittlerweile nur noch eine geworden – mit ihren sechs Klassen „leitete“. 1999 erfolgte der Umzug von der Birkenstraße und von Helleter Feldchen unter einem Dach an der Lehnstraße 3.

Zum Leiter der Hauptschule wurde er im November 2001 ernannt, nachdem er sich schon vorher kommissarisch in die Schulleitung eingebracht hatte. Damit kommt Paul Kuck auf 37 Jahre Lehrer in seiner Heimatstadt Würselen, davon 20 Jahre in Schulleitungen. Schulrat Wolfgang Müllejans würdigte dessen pädagogische Arbeit mit den Worten: „In ihrem Mittelpunkt haben immer die Kinder mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, die es zu fördern galt, gestanden.“ Indem er Kuck die obligate Ruhestandsurkunde überreichte, sagte er Dank „für seine treuen Dienste.“

Im Handballsport aktiv

Von Kindesbeinen an war der künftige Pensionär dem Handballsport – erst als aktiver Spieler und später als Trainer beziehungsweise Funktionär – in der Westwacht verbunden. Wenn das Wetter es erlaubte, fuhr der Vater von zwei erwachsenen Kindern mit dem Fahrrad zur Schule. Ansonsten hielt er sich durch die Arbeit an der frischen Luft in seinem großen Garten fit. Hohen Respekt vor der unermüdlichen Arbeit, die Paul Kuck in fast vier Jahrzehnten an der Hauptschule sowohl als Lehrer als auch als Leiter leistete, zollte ihm an seinem Abschied von der pädagogischen Arbeit Bürgermeister Arno Nelles.

Das Lehrerkollegium bedankte sich beim Kapitän, der als Letzter das sinkende Schiff verließ, für eine gute gemeinsame Zeit. Stellvertretend für alle Schulleiter in der Stadt schloss sich Christoph Barbier (Heilig-Geist-Gymnasium) an.

Dank für Gemeinsamkeiten im Beruf und für die außerschulische Arbeit stattete Westwacht-Ehrenvorsitzender Peter Kremer ab. Paul Kuck erwiderte: „Neben dem Lernerfolg der Schüler war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Kollegium ein weiterer wichtiger Expfeiler meiner Arbeit.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert