Reinhold Richter spielt Konzert zum Geburtstag der Eule-Orgel

Von: Christoph Hahn
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Festliche Klänge an der Orgel in St. Sebastian: Solist Reinhold Richter aus Mönchengladbach. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Menschen feiern Geburtstag – Orgeln auch. Zumindest in St. Sebastian am Markt zu Würselen. Die Eule-Orgel in dem stattlichen neubarocken Gotteshaus feierte, wie Pfarrer Rainer Gattys mit Staunen bemerkte, jetzt ihr sechsjähriges Wiegenfest. Und zwar so, wie es sich für ein Musikinstrument gehört: in Gegenwart vieler Menschen, und zwar mit einem Konzert.

Gegeben hat das Konzert der Kirchenmusiker Reinhold Richter aus Mönchengladbach-Rheindahlen – mit einem Programm, das nicht gerade vor Geläufigkeiten strotzte. Bach, der bei Orgel- und anderen Konzerten Unumgängliche, war zwar auch bei Richters Solo präsent – aber nicht direkt. Gerade die Werke, die der Solist an den Beginn und das Ende seines Konzerts gestellt hatte, spiegelten den immensen Einfluss des großen Thomaskantors auf die Nachgeborenen wider.

Bei Präludium und Fuge in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy war das noch relativ direkt zu spüren, von der streng gewirkten Harmonik wie von der Durchführung des Themas her, die Reinhold Richter mit romantischer Expressivität würzte.

Ganz anders dagegen wirkte, auf der Eule-Orgel mit großem spätromantischem Gestus und Ausdruckswillen umgesetzt, Präludium und Fuge über den Namen B-A-C-H von Franz Liszt – ein eindrucksvolles Werk, von einem Virtuosen für einen Virtuosen gemacht.

Dazwischen hatte der Gast viel selten Gehörtes gestellt – zwei Stücke aus den „Trois Impressions“ von Sigfried Karg-Elert etwa, die der Organist mit feinem Gespür für Farben und Stimmungen spielte. Eine „Orgel-Phantasie nach Worten der Heiligen Schrift“ des Schweizers Hans Huber und die f-Moll-Sonate von Gerard Bunk (ein Niederländer, der in Dortmund wirkte) rundeten das Spektrum ab. Die überaus zahlreichen Zuhörer bedankten sich mit herzlichem Beifall.

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