Reichtum an Gefühl mit Cello und Piano

Von: ch
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Matthias Purrer (l.) und Friends: Florian Hornef (mitte), Marius Ebbertz (rechts) und Christian Ebbertz (Piano) im Klösterchen. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Dicht auf dicht saßen die Menschen im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen bei einander. In der einstigen Kapelle, heute ein gern besuchter Ort der Künste an der Dahlemer Straße in Herzogenrath, herrschte schon durch die Nähe eine intime Stimmung.

Im Blickpunkt standen Matthias Purrer und Christian Ebbertz, die auf der erhöhten Spielfläche Platz genommen hatten. Der Cellist und der Pianist gingen mit Eifer ans Werk, kaum dass der Beifall zur Begrüßung verhallt ist. Und es erklang Musik aus einer Epoche, in der die Klänge, mit Gefühl und Energie so aufgeladen wie sonst kaum, die Menschen aus der sicht- und fassbaren Welt hinaustrugen in eine hehrere, schönere und leuchtendere Wirklichkeit – der Romantik.

Neben einem unüberhörbaren technischen Können und einem stets ebenso geschmeidigen wie spannungsreichen Zusammenspiel war es dieser Reichtum an Gefühl, der dieses Konzert im Klösterchen zum Erlebnis machte. Beethovens g-Moll-Sonate für Cello und Klavier etwa wurde getragen von emotionaler Intensität, nicht minder David Poppers Requiem für drei Violoncelli und Klavier, bei dem Matthias Purrer zwei seiner Schüler an den Musikschulen in Aachen und Düren mit einbezog. Zwei Werke von Komponisten aus dem Bereich der früheren Sowjetunion weiteten das Repertoire in Richtung der klassischen Moderne.

Nach der Pause kehrte mit Kompositionen von Fauré, Tschaikowsky und Saint-Saens die Romantik im strengeren Sinn wieder – ein sehr komplettes Programm fürwahr.

Ergänzt durch Purrers kenntnisreiche Moderationen, bot sich den gebannt lauschenden Zuhörern ein Kulturgenuss rundum. Zufriedene Mienen danken es Ihnen – dieser Reklameslogan aus lange vergangener Zeit hätte auch für die beiden Künstler und die zwei Schüler gelten, die eine Leistung auf durchgängig hohem Niveau boten.

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