Würselen - Reichspogromnacht: Unrecht, das sich nie wiederholen darf

Reichspogromnacht: Unrecht, das sich nie wiederholen darf

Von: ehg
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Würselen. Der Arbeitskreis „Kein Vergessen“ lädt am Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht ein.

Ort ist die ehemalige Synagoge am Lindenplatz, der heute ein Seniorenwohnheim beherbergt. Von 1875 bis 1925 war hier der Raum, in dem sich die gläubigen Juden zum Gebet versammelten. Deshalb erscheint er dem Arbeitskreis besonders geeignet für ein würdevolles Gedenken an die Opfer der Judenverfolgung, die sich am 9. November 1938 in der Reichspogromnacht mit aller Brutalität Bahn brach.

Dazu AK-Sprecher Jürgen Hohlfeld: „Die heute lebenden Menschen sind zwar nicht verantwortlich für die Verbrechen der Nationalsozialisten, tragen aber die Verantwortung dafür, dass dieses Unrecht nicht in Vergessenheit gerät und dass es sich nicht wiederholt.“ Die Gedenkstunde solle auch ein Appell gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit sein, die sich aktuell gegen Flüchtlinge, Muslime und gegen alles Fremde richte. „Wehret den Anfängen“, mahnt Hohlfeld.

Der Arbeitskreis „Kein Vergessen“ ruft die Würselener Bevölkerung auf, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen, „um zu zeigen, dass sich ein solches Unrecht niemals wiederholen darf“. Es werden wieder Rosen auf den neun Stolpersteinen vor der ehemaligen Synagoge niedergelegt. Unter Nennung der Namen der 23 Opfer des Holocaustes aus Würselen werden außerdem Steine auf dem Sims des Ostgiebels abgelegt.

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