Realschule schließt Pakt mit Energeticon

Von: Karl Stüber
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Nach der Vertragsunterzeichnung: Die Leiterin der Realschule in Ofden, Reinhild Behr-Bennemann (3.v.r.), hat - begleitet von Schülern und Lehrern – mit dem Geschäftsführer der Energeticon gGmbH, Harald Richter (3.v.l.) die erste Kooperationsvereinbarung ihrer Art geschlossen. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Natürlich sind Einzelbesucher, Vereine oder Familien im Energeticon herzlich willkommen. Je mehr es werden, desto besser. Aber eine andere spezielle Art von Besuchern entdeckt in immer größerer Zahl das Dokumentationszentrum für historische (Öl, Kohle, Gas) und regenerative Energieformen (Wind, Sonne, Wasser) am Rande des Annageländes in Alsdorf: Schüler – und mit ihnen natürlich Lehrer.

„Schulen machen bereits jetzt gut die Hälfte der Besucher aus“, hat Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter festgestellt. Es sollen noch deutlich mehr werden. Die Verantwortlichen sehen das Energeticon mit seiner Dauerausstellung und den Seminarräumen als außerschulischen Lernort gerade im Bereich der Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), aber auch bei Wirtschaftsgeografie, Regional-, Sozial-, Bau- und Technikgeschichte – alles unter dem Dachthema Energie – sehr gut aufgestellt, wie auch Nicole Weiden-Luffy vom Energeticon-Aufsichtsrat anlässlich einer Premiere bekräftigte.

Zielgruppe in der Region

Weiden-Luffy ist sich sicher, dass mit Blick auf die Euregiobahn (der Ringschluss bis Stolberg sollte doch noch gelingen) das Energeticon leichter für Schulklassen anzusteuern wird – begünstigt durch das School- und Fun-Ticket.

Als ginge es um die Unterzeichnung und das Austauschen diplomatischer Noten, schlossen Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter und die Leiterin der Realschule in Ofden, Reinhild Behr-Bennemann, fast schon feierlich die erste formelle „Kooperation von Schulen und Energeticon“ ab – ein echter Vertrag, der beiden Seiten Planungssicherheit für Unterricht bzw. Auslastung gibt.

Weitere Vereinbarungen sollen bald folgen, hofft Richter. Rund 70 Mustervereinbarungen hat er bereits an Schulen in der Region geschickt. Das soll auf deutscher Seite möglichst schnell lückenlos geschehen. In einem weiteren Schritt möchte der Energeticon-Geschäftsführer auch Schulen im belgischen und niederländischen Raum für eine Zusammenarbeit begeistern. Ohnehin ist die Dauerausstellung nicht nur in Deutsch, sondern auch in Niederländisch ausgeschildert.

Der entscheidende Impuls für eine engere Kooperation von Ofdener Realschule und Energeticon war vor vier Monaten ein Besuch von Lehrern unter Beteiligung des eigenen Schulfördervereins, wie Realschulleiterin Behr-Bennemann berichtete. Die Idee, hier verbindlicher zu werden, wurde von den Fachkonferenzen der Schule aufgegriffen, die Themenfelder der Zusammenarbeit beitrugen. Naheliegendes wie Wetter und Klima, Luftdruck und Winde, „Kräfte sparen“ durch einfache Maschinen, Beschleunigung und Energieumwandlung kamen dabei heraus. Aber auch Inhalte, auf die man nicht so einfach kommen würde, sie aber im Nachhinein sogleich als plausibel erachten würde – so etwa für den Kunstunterricht „Bewegte Objekte“. Begeistert wird nun auch Biologieunterricht bald nicht mehr nur in Ofden erteilt, sondern auch im Energeticon. Energie durch Muskelkraft, Belastungen durch Bewegung oder Evolution gehören dazu.

Reizvolles Angebot und Ansporn

In der Regel, sagt Behr-Bennemann, werden Realschullehrer ihre Schützlinge im Dokumentationszentrum betreuen bzw. anleiten. Die Vereinbarung zwischen Realschule und Energeticon ist nicht statisch. Zum einen will das Dokumentationszentrum seine Angebote aktuell und didaktisch attraktiv halten, wie Richter zusichert. Zudem können Partnerschule Ergebnisse ihrer Projektabreiten rund ums Thema Energie jeweils für einige Zeit im Energeticon ausstellen. Ein reizvolles Angebot und Ansporn. Zum anderen schreibt auch die Realschule ihr Konzept fort. An Kosten fällt in der Regel lediglich der Eintritt gemäß Schulklassentarif an (für 30 Schüler inklusive zwei Begleitlehrer 60 Euro, für jede weitere Person zwei Euro). Übrigens wird die Realschule – wie das städtische Gymnasium auch – dem Energeticon ohnehin näher rücken: Mitte 2016 werden beide Schulen in das neue Kultur- und Bildungszentrum einziehen, in unmittelbare Nachbarschaft also.

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