Realschule mit 50 äußerst vital

Von: Christoph Hahn
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Sorgte beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Realschule Alsdorf für fröhliche Akzente: die Damen des Sportprojekts bei ihrem Cancan-Tanz.

Alsdorf. Topfit für die Zukunft und fidel wie ein junger Hüpfer: So präsentierte sich die Realschule Alsdorf an der Theodor-Seipp-Straße im Stadtteil Ofden bei der Feier ihres 50-jährigen Bestehens. Neben einem bunten Fest, Angebote für hautnahe pädagogische Erfahrungen à la „Unterricht wie vor 50 Jahren” inbegriffen, stand der Festakt, der rund 200 Gäste in der Aula zusammenführte, im Mittelpunkt des Geschehens.

Schüler setzten immer wieder ein Zeichen für die Vitalität des Zusammenlebens. Junge Damen bewährten sich samt Lehrerin als Cancan-Tänzerinnen - Jacques Offenbach wäre sehr zufrieden gewesen.

Der Unterstufenchor sang eine Hymne auf die Schule: Auch dieser Auftritt hat den Gästen, darunter Alsdorfs Bürgermeister Helmut Klein und Vize-Landrat Hans Körfer, merklich gut gefallen. In Tänzen, in Liedern, als Moderatoren, an den Ständen des Festes: In der Realschule pulsiert jede Menge Leben.

Etwas davon werden Lehrer und Jugendliche auch noch in das Langhaus auf dem Annapark-Gelände hinüber retten - sollten die Pläne umgesetzt werden können. Trotzdem stellten sowohl Bürgermeister als auch Vize-Landrat den Umzug ins Zentrum schon jetzt als große Chance für die Schule heraus. „Der Neubau im Langhaus sichert die Zukunft”, bekräftigte Hans Körfer.

„Osterhasen-Pädagogik”

Helmut Klein rief dazu auf, „die Hürden zum Schulneubau möglichst bald zu nehmen”.

Ebenfalls sehr politisch (aber das auf ganz andere Weise) äußerte sich Wolfgang Deutz als Vorsitzender der Elternpflegschaft. Statt auf die zurückliegenden 50 Jahre blickt er auf das kommende halbe Jahrhundert und forderte ein Ende der „Osterhasen-Pädagogik”, die nach dem Prinzip funktioniere: „Die Lehrer verstecken das Wissen und die Schüler müssen es finden.”

Ziel einer solchen erneuerten Pädagogik müsse die Heranbildung der Zöglinge zu selbstständigen Persönlichkeiten sein, zu „Menschen, die widersprechen können, wenn ihnen etwas nicht gefällt”.

Andere Redner lenkten die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer naturgemäß auf andere Details aus den verflossenen 50 Jahren. So bemerkte Schulleiter Peter Lambertz zum Flaggenschmuck an der Decke der Aula: „Das zeigt, wie international wir immer schon gewesen sind.” Doch nichts sprach so zu den Herzen der Festgäste wie die Rede des ersten stellvertretenden Schulleiters Karl-Heinz Ossen, der sich - obwohl inzwischen hoch betagt - es nicht hatte nehmen lassen, mit seiner Ehefrau an seine frühere Wirkungsstätte zurück zu kehren.

Wie auf seine Weise auch der später vor allem als Kommunalpolitiker bekannt gewordene Hans-Albert Hambücker als Sprecher der ersten Einschulungsklasse es tat, so ließ der bei den vielen Ehemaligen im Saal noch immer beliebte Pädagoge die Frühzeit der Schule an der Wende von den 50er- zu den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder auferstehen.
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