Rauschendes Weinfest auf dem Morlaixplatz

Von: ehg
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Die Laune der Besucher war gut, auch weil das Wetter mitspielte. Foto: Wolfgang Sevenich
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Startenor Mario Taghadossi besang die Qualitäten des Weines. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zum elften Male feierte die Düvelstadt ein rauschendes Weinfest auf dem Morlaixplatz. Da das Wetter mitspielte, war der große bunte Schirm im Großen und Ganzen dekoratives Beiwerk. Veranstaltet wurde es in der Regie des in Würselen beheimateten iranischen Startenors Mario Taghadossi von der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie (Arge).

Sechs Winzer aus der Pfalz, von der Mosel, aus Rheinhessen und von der Nahe – bis auf eine Ausnahme alte Bekannte - kredenzten ihre edle Tropfen an drei Tagen angesichts der großen Nachfrage mit großem Vergnügen. Sie gingen meist flaschenweise über die Theke.

Als am Sonntag die Geschäfte in der City ihre Tore weit aufsperrten und neben preiswerten Schnäppchen auch modische Neuheiten für den Herbst feilboten, wurde es nicht nur auf dem Morlaixplatz, sondern auch auf der Einkaufsmeile eng. Wie am Tag zuvor strömten die Besucher in Scharen aus Nah und Fern nur so in die Innenstadt.

Musikalische Unterhaltung

Nachdem der Wettergott seinen Segen erteilt hatte, nahm das dreitägige Fest mit der Eröffnung verheißungsvoll Fahrt auf. Es freute den Arge-Vorsitzenden Manfred Wirtz, dass sich am ersten Abend schon viele Besucher eingestellt hatten, trotz des noch unsicheren Wetters.

„Es wird zunehmend schöner“, bestärkte Bürgermeister Arno Nelles ihn in seinem grenzenlosen Optimismus. Er bedankte sich bei ihm und seinem Team dafür, dass sie ihrer Heimatstadt erneut ein Weinfest „kreierten“. Er wünschte den Besuchern weinselige Geselligkeit bei abwechslungsreicher musikalischer Unterhaltung und einem guten Tröpfchen.

Mit „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus Franz Lehars Operette „Giuditta“ lieferte der weit gereiste Tenor eine erste Kostprobe seiner gesanglichen Qualitäten. Mit Gerhard Winklers „Chianti Lied“ und dem Trinklied aus Guiseppe Verdis Oper „La Traviata“ kurbelte er die Stimmung weiter an.

Dass sich der smarte Aachener Schlagersänger Tommy Larsen auf Erfolgskurs befindet, dafür trat er sowohl bei der Eröffnung als auch am Samstag vielseitig den Beweis an. Bereits mit seinen Singles „Der letzte Fox“ und „Sieben rote Rosen“ machte er sich in der Kaiserstadt einen Namen.

Talentshow an zwei Tagen

Zu einem lautstarken Spektakel entwickelte sich an den beiden Nachmittagen der Talentshow-Wettbewerb. Zehn junge Sängerinnen und Sänger zeigten voller Ehrgeiz und mit einem Schuss Lampenfieber beim „öffentlichen Casting“, was sie gesanglich „drauf“ hatten. Dabei ging es nicht nur um einen Wanderpokal. Vielmehr wurde der Siegerin beziehungsweise dem Sieger zudem die Möglichkeit geboten, gemeinsam mit der Plattenfirma Hediphon Records aus der Region und dem MHR Musikverlag einen eigenen, individuell zugeschnittenen Song zu produzieren. Sechs Talente hatten gemeinsam einen Song auf „Die Welt“ eingespielt, der auf dem Weinfest vorgestellt wurde, ein Appell für mehr Frieden in der Welt.

Eine zauberhafte Reise durch die Welt des Musicals startete die Sopranistin Yana Kris, in hiesigen Breiten bekannt als Hauptdarstellerin in „Gaudi“ und „Gambler“, solistisch als auch im Duett mit dem lyrischen Tenor durch. Dabei grüßte Frank Sinatra mit seinem „My Way“ genauso aus der Ferne wie Lyz Assias beim „C´est Sera“. Die weinselige Stimmung hatte einen ersten musikalischen Höhepunkt erreicht.

Im Tanzstudio Kreiten hatte in der Woche vor dem Weinfest ein Summer Dance Camp stattgefunden. Das Ergebnis dieses Workshops präsentierten die Tänzer am Sonntag in einer rasanten Performance.

Mit ihrer fröhlichen mitreißenden Art zog die Schlagersängerin Alex Rosenrot, Sängerin der ehemaligen ZDF-Fernsehgarten-Liveband, vor allem die jüngeren Semester in ihren Bann. Dabei durfte die Eigenkomposition „Federleicht“, mit der sie derzeit alle wichtigen Charts stürmt, nicht fehlen.

Der Morlaixplatz „bog sich“, als zum Abschluss der überaus gelungenen Open Air-Veranstaltung Sascha Pazdera Michael Jacksons Flower-Power-Show abzog.

Bei all dem, was an den drei rundum gelungenen Tagen „offeriert“ wurde, kamen die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Flammkuchen und Leckereien vom Grill ließen das Wasser nur so im Mund zusammenlaufen. Glückliche und fröhliche Menschen strahlten, als der Neumond auf der Bildfläche erschien, nur so um die Wette, bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr?!

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