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Rathauscenter bekommt neuen Besitzer

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
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Wurde seit 2005 immer immer wieder zur Versteigerung angeboten: der Büro-, Hotel, Geschäftskomplex zwischen Hubertusstraße und Otto-Wels-Straße wird den Besitzer wechseln, wenn der Zuschlag beim Aachener Amtsgericht Rechtskraft erlangt.

Alsdorf. Das Alsdorfer Rathauscenter ist im Wege der Zwangsvollstreckung beim Aachener Amtsgericht endlich unter den Hammer gekommen. Richterin Daniela Krey bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung: „Der Zuschlag wurde an den Meistbietenden erteilt.“

Das Ergebnis der Versteigerung habe allerdings noch keine Rechtskraft erlangt. Nach Einhaltung einer zweiwöchigen Frist könne es erstzugestellt werden. Weder über die Höhe des Gebotes noch über den potenziellen neuen Besitzer darf das Amtsgericht aus Gründen des Datenschutzes Auskunft erteilen.

Dem Vernehmen nach hat sich als einziger Bieter ein Konsortium, bestehend aus fünf Aachener Privatinvestoren, um die Immobilie bemüht. Dass der Gläubiger, eine Bank, nicht den gutachterlich bestimmten Verkehrswert des Rathauscenters in Höhe von 4,4 Millionen Euro erzielt hat, davon ist auszugehen.

Der Büro-, Hotel-, Geschäftskomplex in direkter Nachbarschaft zum Rathaus hat eine Nutzfläche von 5532 Quadratmetern, hinzu kommen 177 Pkw-Stellplätze. Das Grundstück ist insgesamt 6574 Quadratmeter groß.

Gutachter hatten die ursprünglich auf über fünf Millionen Euro taxierte Immobilie wegen erheblicher Baumängeln im Wert stark nach unten korrigiert. Die Sanierungskosten wurden auf 700.000 Euro geschätzt. So soll es bauliche Probleme geben, die nur durch eine Sanierung der Parkdecks zu beheben sind. Die Deckenkonstruktion des Parkhauses wurde von Statikern moniert.

So ist die Isolierung schadhaft, so dass es laut Gutachter „durch eindringende Feuchtigkeit zur Korrosion der Bewehrung und damit mittelfristig zur Reduzierung der Tragfähigkeit kommen kann“. 1990 wurde das Rathauscenter errichtet. Die Hoffnungen, als Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung der City zu fungieren, hat der wuchtige Bau zwischen Hubertus- und Otto-Wels-Straße nie erfüllt. Stattdessen sind große Leerstände und laufend wechselnde Mieter zu verzeichnen.

Ansprechpartner stehen parat

Bürgermeister Alfred Sonders wertet es als positives Signal, dass sich endlich Investoren für das Rathauscenter gefunden haben: „Das ist gut für Alsdorf.“ Zumal sich das unmittelbare Umfeld mit Luisenpassage und ehemaligen Globuscenter durch neue Nutzungen positiv entwickelt hätten.

So zeigte sich Sonders optimistisch, dass es gelingen werde, „die positiven Bemühungen der Stadt fortzusetzen, dort weitere Dienstleistungen zu etablieren“. Als Einzelhandelsstandort habe sich der Bereich bislang nicht durchsetzen können, wobei Angebote in der Nahversorgung dort durchaus wünschenswert seien.

In Richtung Investoren betont er: „Wir stehen als Partner bei der Entwicklung des Rathauscenters gerne zur Verfügung.“

Noch beim Neujahrsempfang hatte Sonders herausgestellt, welche Bedeutung er der Innenstadtentwicklung im Rahmen der Wirtschaftsförderung beimisst. Der Bürgermeister: „Wir haben in der Alsdorfer Innenstadt schon viel gemacht. Dieser Prozess geht weiter.“ Im Frühjahr solle ein Leerstandskataster aufgelegt werden und auch das Fassadenprogramm im Rahmen der „Sozialen Stadt“ werde forciert, kündigte Sonders an.

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