Rätseltour führt durch die Folterkammer

Von: km
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Geschichte erleben: Lehrerin Martina Bruns mit Schülern und „Expertenkindern”vor dem Denkmal „Der Schütz von Rode”. Foto: Katrin Maiwald

Herzogenrath. Aufmerksam lauschen Martin, Jannick und Timo dem „Expertenkind” Alexander an Station zehn. Die Grundschüler befinden sich in der Folterkammer unterhalb des Turmes auf Burg Rode und betrachten Gerätschaften mit denen Diebe früher gefoltert wurden.

„Das hier ist eine Daumenquetsche. Damit wurden Räuber früher gequält”, erzählt Alexander. Er ist ein so genanntes Expertenkind bei der Burg-Rallye, die rund um das Herzogenrather Wahrzeichen stattfindet.

„Stadt.Burg.Leben”

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt.Burg.Leben” entdecken 150 Kinder auf spielerische, aktive Weise die Architektur und Geschichte von Burg Rode. Ausgestattet mit einem Fragebogen und Bildern lernen die Kinder an zwölf Stationen in kleinen Teams Hintergründe, Eigentümlichkeiten und zahlreiche Ecken der Burg kennen. An jeder Station stehen Expertenkinder, die den Schülern und Lehrern Unterstützung bei der Beantwortung der Fragen geben.

Schnell beantworten Martin, Jannick und Timo die Frage von Station zehn und ziehen weiter zum nächsten Standort. Hier lernen sie, wie die Burg früher verteidigt wurde - nämlich durch einen Wassergraben, einem Wehrgang und einer Stadtmauer.

„Das Ziel dieser Rallye ist, dass die Kinder nicht nur im Klassenzimmer sitzen, sondern Dinge auch vor Ort erleben. Die Kinder lernen die Geschichte der Stadt und ihre Lebensumwelt aktiv kennen und können Herzogenrath historisch einordnen”, weiß Monika Sturm, Initiatorin der Rallye. Laut Sturm sollen die Expertenkinder die Scheu verlieren, auch fremden Schülern etwas zu erzählen.

Expertenkind Alexander hat jedenfalls große Freude daran gefunden. Abgesehen davon, dass er Hausaufgabenfrei bekommt, ist er stolz, dass Monika Sturm den Expertenkindern vertraut und sie die Hintergründe alleine erklären dürften: „Ich finde es super, dass ich anderen Kindern mein Wissen anbieten kann und untereinander lernen wir uns auch besser kennen.”

Martina Bruns ist Grundschullehrerin in Pannesheide und begleitet Martin, Jannick und Timo. Sie weiß, wie wichtig es für Kinder ist, aktiv zu sein: „Ich könnte das Wissen im Unterricht vermitteln, aber es ist ganz anders, wenn wir hier vor Ort stehen, und die Kinder alles real sehen. Ich glaube da bleibt viel mehr hängen. Deswegen ist diese Aktion inhaltlich und pädagogisch wertvoll, weil die Schüler zusammen arbeiten.” Teamarbeit lernen die Kinder dabei.

Schüler Mats schätzt besonders das Gefühl ein Abenteuer zu erleben: „Es ist toll dass wir in der Natur sind, uns bewegen und nicht im Klassenraum sitzen und die ganze Zeit zuhören müssen. Durch die Rallye behalte ich die Informationen auch besser”, sagt Mats. Auf der Entdeckungsreise lernten die Schüler, dass die Mauern des Turmzimmers auf Burg Rode cirka zwei Meter dick sind oder dass Herzogenrath von dem Helden „Der Schutz von Rode” verteidigt wurde.
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