Radweg: Barth weist Kritik am Infoabend zurück

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Herzogenrath. Zum Leserbrief „Falscher Einsatz für Natur und Umwelt“ über eine Veranstaltung der Merksteiner Naturfreunde zum Thema Radschnellweg Euregio nimmt deren Vorsitzender Bruno Barth nun Stellung.

„Der Leserbriefschreiber war offensichtlich auf einer anderen Veranstaltung oder hat eine verzerrte Wahrnehmung“, sagt er und schildert dann seine Sicht: „Ich habe eine sehr kurze Einleitung vorgetragen und danach der allgemeinen Diskussion breiten Raum gegeben.“

Dabei seien die drei aus Aachen kommenden Befürworter des Radschnellwegs „häufig zu Wort“ gekommen. Barth: „Dass ihre Ausführungen bei den anderen geschätzten mindestens 40 Teilnehmern der Veranstaltung auf Unverständnis und Ablehnung stießen, lag mit Sicherheit an der Meinung der überwältigen Mehrheit der Anwesenden, die sich die Minderheitenmeinung der Aachener geduldig angehört haben“, merkt Barth an.

Und ist überzeugt: „Übrigens sollten sich die Befürworter der Trasse durch das Landschaftsschutzgebiet unmittelbar neben dem Naturschutzgebiet Wurmtal nichts vormachen: Die Stimmungslage an diesem Abend repräsentiert die Meinung der Bevölkerung vor Ort, ob das als unerwünscht empfunden wird oder nicht.“

Zudem betont er, in Herzogenrath keinem erzählen zu müssen, „dass ich kein ,Autolobbyist‘ bin. Ich denke, dass ich sicher zu denen unter meinen Ratskollegen gehöre, der mit am meisten per Rad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV unterwegs bin.“

Die Zahl 12 000 der möglichen Umsteiger vom Auto aufs Fahrrad bei Vorhandensein eines Radschnellwegs von Aachen nach Herzogenrath stamme nicht von ihm, so erläutert Barth weiter, sondern stehe genauso in der Potenzialanalyse der Städteregion: „Dass diese Zahl von mir als vollkommen unrealistisch eingestuft wird und bei Zuhörern ungläubiges Kopfschütteln und Heiterkeit erzeugt, liegt an der Behauptung selber“ und habe nichts mit „Stimmungsmache“ zu tun.

Barth: „Mich erstaunt immer wieder, wie Personen über einen Streckenabschnitt urteilen, den sie vermutlich aus der Realität gar nicht kennen.“

Die Diskussion an diesem Abend habe sich zu 95 Prozent um das Straßer Stück der Trassenführung gedreht, „wie sich auch die mehr als 1500 gesammelten Unterschriften Herzogenrather Bürger dagegen nur darauf beziehen“. Das sei mehrfach an diesem Abend von Diskussionsteilnehmern betont worden.

Dazu Barth: „Das deckt sich mit einer Äußerung einer Aachener Politikerin mir gegenüber vor einigen Monaten, der ich angeboten hatte, sich vor Ort den von mir und den Einheimischen kritisierten Streckenabschnitt anzusehen: ,Das ist nicht nötig! Meine Meinung steht fest!‘, war die bezeichnende Antwort. Dem ist nichts hinzuzufügen!“

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