Nordkreis - Radschnellweg: Städteregion will Naturschützer-Bedenken entkräften

Radschnellweg: Städteregion will Naturschützer-Bedenken entkräften

Von: vm
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Nordkreis. Verschiedene Naturschützer hatten eine Eingabe an den Petitionsausschuss gegen die geplante Trassenführung des Radschnellweges Aachen – Heerlen verfasst.

Mit Blick auf die favorisierte Trassenführung hatten sie – neben der Frage, warum das Naturschutzgebiet nicht jenseits der Bahnlinie erweitert wird – Bedenken angeführt, die sich auf die Vegla-Glashalde, alte Stollen und mögliche Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg beziehen. Auch dazu nimmt die Städteregion Aachen nun Stellung und entkräftet die Argumente:

Gefährliche Stoffe

„Im Bereich der Vegla-Glashalde ist ein Bauverfahren angedacht, bei dem nur die obere Vegetationsdecke entfernt wird. Der Radwegeaufbau mit Frostschutzschicht, Schottertragschicht und Asphaltschichten könnte dann im Hocheinbau eingebaut werden. Ein Eingriff in eine mögliche Haldenabdichtung und in den schadstoffbelasteten Untergrund kann dadurch (voraussichtlich) vermieden werden“, schreibt die Pressestelle der Städteregion.

Die Unterstützer der Petition hatten befürchtet, bei den Bauarbeiten für das Anlegen des Radwegs könnten gefährliche Stoffe freigelegt werden.

Was mögliche Blindgänger anbelangt, teilt Sprecher Detlef Funken mit, dass bei jedem Neubauvorhaben im Straßen- und Radwegebau grundsätzlich mit Kampfmittelresten aus dem Zweiten Weltkrieg zu rechnen sei. „Daher werden regulär die Verdachtsflächen im Planungsprozess beim Kampfmittelräumdienst abgefragt und in Abhängigkeit davon näher untersucht.“

Unterirdische Stollen

Und zu unterirdischen Stollen: „Im Aachener Nordraum existieren in vielen Bereichen unterirdische Reste aus der Bergbauzeit. In der Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg werden für entsprechende Verdachtsbereiche zusätzliche Sicherungsmaßnahmen eingeplant. Im weiteren Planungsprozess gehören detaillierte Untersuchungen des Untergrunds zum Standard.“

Wie der Petitionsausschuss Landtags NRW mit dem Antrag verfahren wird, ist noch offen.

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