Würselen - Radiomoderatorin Sabine Heinrich auch auf der Bühne stark

Radiomoderatorin Sabine Heinrich auch auf der Bühne stark

Von: te
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Starke Stimme: Auch als Autorin machte Sabine Heinrich im Alten Rathaus gute Figur. Foto: Esser

Würselen. „Heinrich statt Tatort – das gefällt mir.“ So bedankte sich Sabine Heinrich beim zahlreich erschienenen Publikum im Kulturzentrum Altes Rathaus. Die „1Live“-Radiomoderatorin präsentierte sich in Würselen als Autorin.

Dabei war es für sie sichtlich noch etwas ungewohnt, vor Publikum zu lesen. „Es ist ungewöhnlich. Ich bin Zuschauer in meinem Studio nicht gewöhnt.“ Sätze wie „Ja, ich bin die Frau aus dem Radio. Wenn sie es nicht glauben, machen sie einfach die Augen zu“, sorgten aber schnell für eine lockere Atmosphäre.

Als kleines Dankeschön für ihre Zuschauer brachte Heinrich Pralinen mit, die, wie sie feststellte, aber gar nicht für alle reichten. „Hier sind ein paar mehr Leute als ich dachte.“ Zum Lesen ihres ersten Buches „Sehnsucht ist ein Notfall“ kam sie dann aber auch. Eigentlich sei für sie stets „Oma und Eva“ der heimliche Titel des Generationenromans gewesen. Denn um Oma und die Physiotherapeutin Eva dreht sich alles.

Oma und die Enkelin

Die Geschichte beginnt, als die Oma ihrer Enkelin an Sylvester in einem Telefonat erzählt, dass sie sich eine neue Wohnung angeguckt hat und sich von Opa trennen möchte. Tatsächlich ist Heinrich an Sylvester 2009 genau diese Geschichte passiert. „Das ist aber die einzige Parallele zu meinem Leben. Was meine Oma sogar sehr schade findet“, betonte Heinrich.

Als Eva, die seit drei Jahren mit Johannes zusammen ist, in eine Affäre mit Tobias, dem Vater eines Patienten in Evas Praxis, rutscht, entscheidet sie, wegzufahren. Sie reist zu Oma, um mit ihr ans Meer zu fahren. Heinrich beschreibt die Situationen sehr detailliert und greift dabei auf so manches Klischee aus dem Ruhrgebiet zurück. Wie zum Beispiel, als Oma Cola aus einem „Senf-Glas mit Ernie“ trinkt. Zusammen geht es nach Italien. Auf der Reise nach Elba, die Heinrich auch selbst gemacht hat, „um die Geschichte auch besser schreiben zu können“, erleben beide viele lustige Geschichten.

So kommt Eva in Mailand mit ihrer Oma ins Gespräch über Themen wie Flirten, Treue und Liebe im Alter. „Damit ich diesen Dialog besonders authentisch beschreiben konnte, habe ich in einem Altencafé in meinem Heimatort ältere Damen zu genau diesen Themen befragt.“ Von diesen Gesprächen hat sie auch ein Video zusammengestellt, das sie auf ihrer Lesung präsentierte. Heinrich bekam dabei viele Informationen. Zum Beispiel dieses hoch interessante Flirtgeheimnis der älteren Generation. „Ein nach vorne gerichteter Gießkannenausguss auf dem Friedhof soll bedeuten, dass man auf Partnerschau ist.“

Im Rahmen der Veranstaltung verriet Heinrich auch, dass es nicht vorrangig ihr Plan war zu schreiben. Stattdessen sei ein Verlag auf sie zugekommen mit der Bitte, ein Buch zu schreiben. So ist es dann auch gekommen. Und im Verlauf der Lesung wurde auch klar, dass Heinrich sich ganz schnell an ihre Zuhörer gewöhnt hatte.

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