Alsdorf - Radfahren sicherer und attraktiver machen

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Radfahren sicherer und attraktiver machen

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Der Traum eines jeden Umweltschützers: mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wie hier am Haltepunkt Annagelände in Alsdorf. Foto: Stefan Schaum
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Radwegebeauftragter der Stadt Alsdorf: Oliver Schmidt-Schwan. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Unergründlich sind die Wege einiger Zeitgenossen. Und auch der Radfahrer in Alsdorf fragt sich nicht selten, wo er denn lang fahren soll, ohne sich der Gefahr auszusetzen, unter die Räder von Autofahrern zu kommen. Dabei ist Radfahren eigentlich eine gesunde Sache, gut für Herz und Kreislauf, obendrein umweltfreundlich.

Verbrannt werden nicht Benzin und Diesel, sondern Kalorien, deren Überangebot wir – Hand aufs Herz und den Rettungsring – zumeist in Depots (Fett) gespeichert haben. Wenn der innere Schweinhund überwunden – der kann ja ruhig an kurzer Leine hinterher laufen – und der Sattel erstmals bestiegen ist, nach ein paar Fahrten der Muskelkater abschwillt und das Gesäß Sitzen im weichen Sessel wieder schmerzfrei erlaubt, macht Radfahren auch noch Spaß.

Rollen wir zurück nach Alsdorf. Dort ist Oliver Schmidt-Schwan Radwegbeauftragter, selbst passionierter Radfahrer – von Verwaltung und Politik in dieses Ehrenamt gehoben mit dem klaren Auftrag, durch eigene Erfahrung und auf Hinweise Dritter festzustellen, wo es zwickt beim Radfahren in Alsdorf und was wie wo besser gemacht werden könnte. So die Theorie. In der Praxis hat Schmidt-Schwan indes den Eindruck, vor die Pumpe zu laufen, wie er gegenüber der Lokalredaktion auf Anfrage darlegte. Immer wieder hat er auf den schlechten Zustand Alsdorfer Radwege aufmerksam gemacht, Beschwerden an die Verwaltung weiter geleitet, Verbesserungsvorschläge obendrein, sagt er. Entweder hieß es, die Stadt hat kein Geld hierfür, oder es kam keine Rückmeldung. Auch hat Schmidt-Schwan versucht, die Stadt Alsdorf im Jahre 2012 für die Aktion „Stadtradln“ zu gewinnen. „Aachen hat dort mitgemacht“, betont er. „Leider wurde dies ebenfalls abgelehnt mit der Begründung, dies wäre zu personalaufwendig.“ Für Oliver Schmidt-Schwan eine unverständliche Reaktion: „Die Arbeit hätte darin bestanden, ein Fax an die entsprechende Stelle zu senden. Um alles andere hätte ich mich gerne gekümmert. Das Fax hatte ich ebenfalls schon vorbereitet.“

„Mehr Respekt“

Nun möchte Oliver Schmidt-Schwan durch eine andere Aktion auf das Thema Radfahren in Alsdorf aufmerksam machen. Er hat bei der Stadt Alsdorf und der Polizei eine Demo angemeldet – natürlich mit äußerst friedfertigem Charakter. Am 4. Mai, ein Samstag, soll es unter dem Motto „Mehr Respekt für Radler/Innen in der Städteregion“ rund gehen, rund durch und um Alsdorf. Treffpunkt soll um 11 Uhr am Denkmalplatz sein. Den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) hat der Radwegebeauftragte bereits informiert. Er hofft auf intensive Unterstützung. „Mir geht es in der Demo darum, dass man den Radfahrern mehr Respekt zollt und man sie als gleichwertige Verkehrsteilnehmer wahrnimmt“, beschreibt er sein Ziel. „Ich hoffe und wünsche mir, dass dies klappt und viele Radfahrer kommen.“ Und die werden nicht nur auf dem Denkmalplatz stehen, sondern sich auch in Bewegung setzen.

Die 14 Kilometer lange Strecke hat er natürlich schon intensiv erkundet. Es geht zunächst durch die Innenstadt, dann via Mariadorf nach Hoengen und von dort aus wieder Richtung Innenstadt am Cinetower vorbei zum Ausgangspunkt Denkmalplatz. Dort soll eine kleine Kundgebung stattfinden. Gegen die Stadt will Schmidt- Schwan diese Aktion keinesfalls aufgefasst wissen, sondern für Alsdorf. „Unterwegs in Alsdorf – Mit Bus und Bahn“ war Titel eines Stadtgesprächs, eine Kooperation des Fördervereins Stadtmarketing und unserer Zeitung. Bei dieser Gelegenheit wurde aus Reihen der Zuhörer angeregt, auch Radfahren zu thematisieren, was hiermit angeschoben wird. Grundsätzlich Hoffnung, dass es mit dem Radwegenetz in Alsdorf besser werden könnte, hat Schmidt-Schwan angesichts eines Schreibens von Bürgermeister Alfred Sonders. Der hat nach Einschätzung von Schmidt-Schwan die Radwege zur Chefsache erklärt. Sonders wolle offenbar, dass die Radwege in Alsdorf attraktiver werden und mehr Radwege in das Radwegenetz eingebunden werden. Wer sich zur Fahrraddemo am 4. Mai anmelden will oder Fragen hat, wende sich bitte an den Oliver Schmidt-Schwan per Mail: olly.schmidt@web.de

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