Radball-Elite nimmt Kurs auf Baesweiler

Von: Sigi Malinowski
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Akribisch gezeichnet, jeder Meter ist genau verplant: Dietmar Geibel (l.) und Rolf Kaun wissen gar nicht, wie oft sie sich schon den Hallenplan für den Radball-Weltcup angeschaut haben. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Wenn die beiden Tschechen Jan und Jindrich Pospisil in Baesweiler aus dem Auto kletterten, wiederholten sie stets ihre erste Frage. Bei jedem Besuch. „Ist die Halle voll?” Ob die Sporthalle Grengracht - wie immer - ausverkauft war, wollten die Serien-Radballweltmeister wissen. Sie war´s, jahrein, jahraus.

„Die Leute kamen auch deshalb in Scharen, weil sie die Champs verlieren sehen wollten”, schmunzelt Dietmar Geibel heute noch. Damals, in den 80ern und 90ern, reihte auch er sich in die Schlange der Autogrammjäger ein. Er war stolz, mal direkt neben den Pospisils stehen zu dürfen. „Eine volle Halle, die unglaubliche Atmosphäre, das peitschte die Sportler an. Es war eine flimmernde Spannung”, erinnert sich Geibel, mittlerweile Vorsitzender des Radfahrer-Vereins RV 05 Baesweiler.

Waren es damals die Pospisils, Steinmeiers, Kings oder später die Lomuscios, die die Baesweiler Hallen füllten, so kommt heute Dietmar Geibel und seiner Mannschaft eine sehr relevante Rolle zu. Seit Monaten reiben sich Geibel, sein Vize Rolf Kaun, Sportwart Tim Hammerer, „Altmeister” Heinz Tondig und der Rest der „Großfamilie” RV 05 auf, nur ja alles zu tun, damit der „44. Preis der Schwarzen Diamanten” ein Erfolg wird. Verquickt ist der Preis mit der ersten Runde der UCI-Weltcupserie (wir berichteten). Dessen Finale der RV 05 übrigens vor vier Jahren ausrichtete.

Zehn Mannschaften

Am kommenden Samstag, 16. Mai, findet die Großveranstaltung in der Sporthalle des Gymnasiums statt. Bis dahin haben Geibel und seine Mitarbeiter unzählige Male auf Pläne geschaut, Ordner gewälzt, sind Sponsoren abgelaufen, haben um Anzeigen fürs Programmheft gebeten, Speisepläne erstellt, Hotelzimmer gebucht oder mit dem Stadtsportamt zusammengesessen (Geibel: „Die Stadt hilft uns, wo sie nur kann”) und alle möglichen Szenarien durchgespielt. Vor eineinhalb Jahren wurden die Verträge unterschrieben, das Turnier auszurichten. Seitdem schuftet der Klub.

Die Stimmung ist prima, die Vorfreude groß. Aber Geibel und Rolf Kaun räumen auch ein, ein etwas mulmiges Bauchgefühl zu haben. Kommen die Zuschauer auch? Oder werden es nur 100, 150 Leute sein? In einer Halle, in der bis aufs kleinste Detail alles bestens angerichtet sein wird: Mit Zusatztribüne, ausgefeilter Lichttechnik, einem vielseitigen Catering und - natürlich - mit Spitzensportlern.

Zehn Mannschaften internationaler Klasse treten an. Dem Veranstalter wurde dabei eine „Wild Card” zugesprochen. Er schickt die beiden Youngster Marvin Weber (19) und Marius Hermanns (17) in dieses sportlich sehr hochwertige Turnier, dem sieben weitere in Europa folgen. „Marius und Marvin spielen zum Teil gegen ihre Vorbilder”, nennt Kaun einen weiteren Reizpunkt, sich diesen Genuss nicht entgehen zu lassen. Mit dem Fußball verglichen, dürfte „Tivoli”-Atmosphäre oder Arena-Stimmung garantiert sein. Die Fanplätze sind nur einen guten Meter von der Sportfläche entfernt.

Wenn Hallensprecher Dieter Kuhlmann am Samstag das erste Spiel kommentiert, werden die RV-Organisatoren schon lange in der Halle sein. Am ganz frühen Morgen wird Frühstück gereicht, schließlich treffen die ersten Teams gegen 9.30 Uhr ein. Gut zwölf Stunden später soll der Sieger feststehen.
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