Herzogenrath - Quirliges Treiben in der Arena

Quirliges Treiben in der Arena

Von: jk
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Eine ganze Schule in Bewegung,
Eine ganze Schule in Bewegung, hier beim Warming Up vor dem großen Sponsorenlauf. Foto: Jule Klieser

Herzogenrath. Eine ganze Schule war in Bewegung auf dem Sportplatz Merkstein an der Geilenkirchener Straße. Wirklich alle Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule, 180 an der Zahl, sprinteten mit beim Sponsorenlauf für den Förderverein.

Das Event stand im Zeichen der städtischen Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte”, und neben einem tollen Rahmenprogramm, das die Eltern organisiert hatten, informierten Schülerinnen und Schüler an einem Infostand über die Risiken von Alkohol und Co.

Sie wollten aber ihre Mitschüler nicht mit Weisheit nerven, deshalb servierten sie dazu frische Getränke und bunte Obstspieße. Plötzlich war der Stand verwaist, denn die Jugendlichen zogen ihre Bahnen in der Sportarena. Jeder hatte seinen Laufzettel mit den eingetragenen Sponsoren aus Familie und Freundeskreis. Pro Runde, vom Klassenlehrer abgezeichnet, wurde ein Obolus entrichtet. Von den Zuschauern angefeuert, spurteten manche wie die Schnellläufer, manche hielten richtig lange durch im mäßigen Tempo. Vielen Schülern sah man den Spaß an der Bewegung an, andere machten langsamer mit, weil sie die Idee gut fanden. Eltern und Lehrer hatten auch ihren Spaß, schauten zu oder trafen sich zum Plausch am gut bestückten Kuchenstand.

Was haben Sport und Drogen miteinander zu tun? „Die Schüler erfahren, dass es im Sport andere Möglichkeiten gibt, Freude zu erleben, sich wohl zu fühlen, Gemeinschaft zu erfahren”, beschreibt Werner Knurren, stellvertretender Schulleiter, den Sinn der Sache. „Jugend ist froh ohne Alkohol”, zitiert er einen Spruch. Sport sei ein Angebot für Jugendliche. Beim sportlichen Schulfest mit Hüpfburg, Torwandschießen und Spielen kamen alle Kids ihre Kosten, das war deutlich zu merken. Ganz nebenbei wurde ein Geldbatzen für den Förderverein erlaufen. Der Verein unterstützt das Schulleben mit Pausenspielen, Unterrichtsmaterial, Zuschüssen zu Klassenfahrten oder was sonst vonnöten ist.

Einziger Wermutstropfen für die Lehrer: Sie hatten zahlreiche Sportvereine eingeladen, die sich auf dem Fest präsentieren sollten, doch keiner war gekommen. Lehrerin Astrid Lauber vom Organisationsteam hatte gehofft, dass die Kinder der Förderschule sich auf diese Weise weitergehende sportliche Aktivitäten erschließen können. Vonseiten eines Vereins war die Absage damit begründet worden, dass sowieso schon ellenlange Wartelisten existierten.
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