Pumpen der Einsatzkräfte verhindern das Schlimmste

Von: bea
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. In Eschweiler herrschte schon lange Land unter, als das Unwetter schließlich auch Alsdorf erreichte und der Feuerwehr viel Arbeit bereitete.

Nachdem der starke Regen gegen 20 Uhr eingesetzt hatte, stand ab 20.10 Uhr das Telefon des Feuerwehr-Notrufs nicht mehr still.

Über das gesamte Stadtgebiet wurden Wassereinsätze gemeldet. Ähnliche Regenfälle hatte es bereits vor den Sommerferien gegeben. Nachdem die ersten Kräfte der Hauptwache zu vollgelaufenen Kellern unterwegs waren, wurden laufend neue Einsätze gemeldet. Daraufhin wurde Vollalarm für die Kräfte der Löschzüge Stadtmitte und Hoengen ausgelöst.

Bis nach Mitternacht waren die Kräfte unterwegs, insgesamt 105 Einsätze waren zu bewältigen. Eine Vielzahl von Privathäusern war betroffen. Das Technische Hilfswerk wurde zur Unterstützung hinzugerufen. Die Zusammenarbeit hatte sich beim letzten Unwetter bewährt. Nach einem Blitzschlag war am Bahnhofsplatz ein großer Baum fast mittig geborsten und auf geparkte Fahrzeuge gestürzt.

Der Gesamteinsatzleiter, Stadtbrandinspektor Peter Adenau, hatte mit seiner Führungsmannschaft alle Hände voll zu tun, um die 67 Einsatzkräfte zu koordinieren, die mit allen verfügbaren Fahrzeugen der Alsdorfer Wehr unterwegs waren, um die Einsätze schnellstmöglich abzuarbeiten. Gleichzeitig wurde die Verpflegungseinheit des Ortsverbands Alsdorf des Deutschen Roten Kreuzes angefordert, um die Wehrleute zwischen den Einsätzen auf der Wache mit kalten und warmen Getränken zu versorgen.

Wasser im Seniorenheim

Stark betroffen war ein Seniorenheim an der Eschweilerstraße. Hier war das gesamte Untergeschoss voll Wasser gelaufen. Durch eine gut koordinierte Absprache der Hausmannschaft und der Heimleitung wurden die Wassermassen bewältigt. Im Wohngebiet Franzstraße stand die gesamte Zufahrt zu mehreren Einfamilienhäusern derart unter Wasser, die Häuser drohten geflutet zu werden. Zwei fahrzeugbetriebene Pumpen der Feuerwehr konnten dies noch verhindern, wie Alsdorfs Wehrsprecher Hauptbrandmeister Dirk Heinen berichtet.

Stadtbrandinspektor Ralf Jüsgens, Sprecher des Feuerwehrverbands Kreis Aachen, vermeldet für Baesweiler, Herzogenrath und Würselen „keine deutlichen Spuren” des Unwetters. Die Würselener Wehr hatte kleinere Einsätze abzuwickeln und eilte dann den Kollegen in an der Indestraße in Eschweiler zu Hilfe.

Darüber hinaus war der Löschzug Bardenberg am Freitag und Samstag viele Stunden am Teich an der „Alten Furth” im Einsatz: Dort waren leblose Fische entdeckt worden. Die Wehrmänner wälzten das Wasser mit Pumpen um, fügten so ausreichend Sauerstoff zu, um ein weiteres Fischsterben zu verhindern. Vom Schlauchboot des Löschzugs Merkstein aus wurden die Fischkadaver eingesammelt. „Bei den schwülen Temperaturen war dies eine schweißtreibende Arbeit für die 13 Einsatzkräfte”, berichtet Ralf Jüsgens.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert