Nordkreis - Public Viewing: Fußballfeste im Tower und in der Burg

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Public Viewing: Fußballfeste im Tower und in der Burg

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:

Nordkreis. Die Nachricht für die Fußball-Fans in der Städteregion war erschütternd: kein Public Viewing zur EM auf dem Marktplatz in Aachen. Auflagen und mangelnde Sponsoren verhinderten dort das kollektive Fußballgucken im großen Stil, heißt es auch in der Kaiserstadt.

Anders wird das (zumindest teilweise) im Nordkreis sein. In Alsdorf und Baesweiler werden wieder Gelegenheiten geboten, mit zahlreichen Gleichgesinnten live mit zu verfolgen, wie sich die Jogi-Elf in der Ukraine und in Polen schlagen wird.

Nicht so in Würselen und Herzogenrath, dort beschränkt sich wohl das Rudelgucken auf den privaten Rahmen, etwa auf das TV-Gerät im Wohnzimmer, auf die im Garten aufgebaute Leinwand sowie auf kleinere Veranstaltungen, die Pfarren oder Vereine anbieten.

Auch die eine oder andere Stammkneipe wird an den Hochtagen der EM wohl gut gefüllt sein, hoffen die Gastronomen auf eine möglichst lange und erfolgreiche Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft.

„Es hat in Würselen niemand beantragt, ein Public Viewing zu veranstalten”, berichtet Bernd Schaffrath, Sprecher der Stadt. Im Soge des „Public-Viewing-Hypes” habe es bei vergangenen Großveranstaltungen noch Genehmigungsanfragen bei der Stadt gegeben, etwa für den Lindenplatz oder Burg Wilhelmstein.

„Aber die Vorkalkulationen haben wohl ergeben, dass sich solche Events finanziell nicht tragen. Würselen hat zwar viel zu bieten. Aber ein großer Bedarf bei den Bürgern fürs Public Viewing bestand wohl auch nicht”, vermutet Schaffrath. Eine Genehmigung für ein „Rudelgucken” im großen Stil wurde auch nicht in Herzogenrath beantragt, wie Stadtsprecherin Petra Baur auf Anfrage mitteilte.

„Bei uns fällt das Public Viewing im Vergleich zur letzten WM im Außenbereich etwas kleiner aus, aber wir wollen den vielen Fans die Möglichkeit geben, gemeinsam mitzufiebern - und hoffentlich viele Siege zu feiern”, hofft Stefan Hahnrath, Betreiber der Cinetower-Gastronomie, auf ein Sommermärchen 2012. Die Leinwand vor dem Cinetower wird mit zwölf Quadratmetern etwas kleiner ausfallen.

Dennoch rechnet Hahnrath mit 700 bis 800 Fußballfans bei den Deutschlandspielen. Grund genug, zu diesen Anlässen wieder den Verkehr entlang des Cinetowers für Kraftfahrzeuge zu sperren, damit die Fans ungestört jubeln und anfeuern können.

Worauf die Fans diesmal verzichten müssen, ist die Tribüne, die sich bei der WM 2010 noch so großer Beliebtheit erfreute. Ähnlich wie in Aachen fehlten auch in Alsdorf die Sponsoren zur Finanzierung dieser Attraktion. Trotzdem wird es in und um den Tower herum Fanmeilen-Atmosphäre geben, verspricht Hahnrath. Und das völlig wetterunabhängig: „Tower 5, 6, 7 bieten ausreichend Platz”, sagt Hahnrath.

Und dafür, dass die Stimmung in geregelten Bahnen verläuft, wird ein Securityteam sorgen. Eine Nummer kleiner, aber nicht weniger stimmungsvoll wird die Nationalmannschaft in Baesweiler gefeiert. Dort stehen Innenhof und Scheune mit Leinwänden den Fußballfans zu den Deutschlandspielen offen.

„Wenn die Stimmung so gut wird wie 2010, dann wird das wieder eine runde Sache”, verspricht Löwenherz-Betreiber Willi Köhnen. Hauptsache, so der einhellige Tenor bei Anbietern und Fußballfans in Schwarz-Rot-Gold, das Wetter spielt wieder mit.
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