Aachen/Würselen - Psychosomatik-Klinik zieht ins Medizinische Zentrum

Psychosomatik-Klinik zieht ins Medizinische Zentrum

Von: Naima Wolfsperger
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Die psychosomatische Abteilung der Schwertbad GmbH, derzeit noch in der Rheumaklinik, zieht ins Medizinische Zentrum. Foto: Andreas Steindl
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Verlagerung beschlossen: Die psychosomatische Abteilung der Schwertbad GmbH, derzeit noch in der Rheumaklinik, zieht ins Medizinische Zentrum in Bardenberg. Schwertbad-Geschäftsführer Reinhard Strauch, MZ-Geschäftsführer René Bostelaar und Inoges AG-Vorstand Torsten Brinkmann (kleines Bild von links) haben die neue Kooperation nun für die kommenden zwei Jahre besiegelt. Foto: Andreas Steindl, Naima Wolfsperger

Aachen/Würselen. Der Umbau des Medizinischen Zentrums der Städteregion Aachen (MZ) ist im vollen Gange. Der operative medizinische Bereich am Dr.-Hans-Böckler-Platz in Bardenberg wird nach und nach an den Hauptstandort Marienhöhe verlegt.

Deshalb stehen zwei Stationen bereits seit einiger Zeit leer. „Trotzdem müssen die Räume weiterhin beheizt und gepflegt werden“, sagt MZ-Geschäftsführer René Bostelaar. Da kam die Anfrage der Schwertbad GmbH gerade recht. Damit werden für das MZ weitere Ressourcen frei und das Schwertbad wird, zwei Monate vor Ablauf des Mietvertrags, sozusagen im letzten Atemzug gerettet.

Mit dem neuen Besitzer der Rheumaklinik am Burtscheider Markt in Aachen konnte die Schwertbad-Betreiberin Inoges AG zwar keine Einigung im Sinne einer Mietvertragsverlängerung erzielen, die Abteilung für Psychosomatik zieht jetzt aber zum 1. Juli in das MZ nach Bardenberg und ist damit zumindest für zwei Jahre gesichert. Die Zukunft des Standorts könnte aber auch Chancen für die Schwertbad GmbH beinhalten.

In der Pressekonferenz am neuen Standort gibt Reinhard Strauch, Geschäftsführer der Schwertbad GmbH, bekannt, dass mit der neuen Lösung alle 30 Arbeitsplätze der Abteilung erhalten werden können. Auf rund 2000 Quadratmetern und 32 Betten soll die derzeit noch 40 Plätze umfassende Abteilung für Psychosomatik untergebracht werden.

Für die Mitarbeiter der Rheumaklinik heißt das, dass sie innerhalb weniger Wochen ein zweites Mal aufatmen können. Bereits mit einer Gehaltserhöhung Mitte Januar hat die Inoges AG, die das Schwertbad 2015 übernommen und rund 300 neue Arbeitsplätze angekündigt hat, ein erstes Versprechen an die Angestellten umgesetzt. Der Umzug ins MZ ist ein zweites, weil zumindest die Arbeitsplätze der psychosomatischen Abteilung erhalten bleiben können, obwohl der Standort Rheumaklinik nicht beibehalten wird. „Für die betroffenen Mitarbeiter ist das eine große Erleichterung“, sagt Dr. Ingrid Noll vom Betriebsrat der Schwertbad GmbH.

„Für diejenigen, die im Ambulanzbereich der Rheumaklinik arbeiten, bedeutet es zumindest Hoffnung“, erklärt sie weiter, dass der Betriebsrat die Bemühungen der Geschäftsführung zu schätzen wisse. Denn wie es mit der zweiten Abteilung in der Rheumaklinik, dem Ambulanten Zentrum, auf Dauer weitergeht, ist noch nicht klar. „Damit das Gebäude pünktlich zum Ende des Mietvertrags geräumt ist, wird die Ambulanz vorerst im Schwertbad untergebracht“, sagt Strauch. Auch die Frage nach dem Neubau des Schwertbads und dem Ausbau der Rehaklinik auf 450 bis 500 Betten bleibt vorerst nur in der Planung. Denn die Suche nach einem geeigneten Ort für einen Neubau in Aachen und die Verhandlungen dauern weiter an. „Wir sind derzeit an drei Standorten interessiert“, sagt Strauch.

Dass die Unterbringung der Rheumaklinik in Bardenberg erst einmal auf zwei Jahre angelegt ist, scheint die Beteiligten wenig zu verunsichern. Das Gelände wird mit einiger Wahrscheinlichkeit von der Stadt Würselen aufgekauft. Nach bisherigen Überlegungen soll dort ein gerontologisches Zentrum entstehen, in das unter anderem das Amt 54 der Städteregion, Amt für Altenarbeit, und eine Krankenpflegeschule des MZ, das sich die Räume dafür vom neuen Besitzer anmieten möchte, einziehen sollen. „Eine Reha würde das Konzept sehr gut ergänzen“, sagt Bostelaar.

„Wir können uns eine Klinik mit zwei Standorten sehr gut vorstellen“, sagt der Geschäftsführer der Schwertbad GmbH. Aachen zu verlassen und komplett nach Bardenberg zu ziehen, ist für Strauch aber keine Option. „Aachen ist in jedem Fall das Zentrum für das Rehakonzept, das wir in der Region bieten wollen.“ Man sei auch in Gesprächen mit den Kliniken und der Uniklinik, um den Bedarf zu klären und über eine Kooperation ein möglichst umfassendes Angebot erstellen zu können.

Mit welchem Kostenaufwand dieser kurzfristige Umzug veranschlagt wird, dazu will sich der Schwertbad-Geschäftsführer noch nicht äußern. „Die Stationen in Bardenberg sind in einem sehr guten Zustand. Investitionen sind vor allem für Schönheitsreparaturen geplant.“

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